"Heinrich von Ofterdingen" (Novalis): Unterschied zwischen den Versionen

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Der heute vor allem unter seinem Pseudonym [https://www.deutsche-biographie.de/sfz31783.html#ndbcontent Novalis] bekannte Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg wird am 02. Mai 1772 als zweites von elf Kindern auf dem Gut  Oberwiederstedt geboren. 1786 zieht die Familie nach Weißenfels um, ab 1788 sind erste literarische Versuche Friedrichs (so der Rufname) überliefert. 1790 besucht er als Studienvorbereitung das Gymnasium in Eisleben, um sich anschließend in Jena als Student der Jurisprudenz zu immatrikulieren. Hier kommt es zum ersten Kontakt mit Friedrich Schlegel. Später erfolgt der Wechsel nach Leipzig (1791) und Wittenberg (1793), wo Novalis das Studium 1794 mit dem Ersten Staatsexamen abschließt.
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Im März 1795 verlobte Novalis sich mit Sophie von Kühn Es folgen Anstellungen im Staatsdienst als Aktuarius (1794, Tennstedt) und Akzessist (1796, Salinendirektorium Weißenfels), nach dem Besuch der Bergakademie in Freiberg (1797–1799) erhält er die erwünschte Ernennung zum Salinen-Asessor. Der frühe Tod der Verlobten (1797) wurde später von Tieck als Ausgangspunkt einer biographischen Leitlinie verwendet, die aus ihm einen schwindsüchtigen, am Grab der verstobenen Geliebten dahinsiechenden, Jüngling machte. Dabei verlobte Novalis sich noch 1798 mit Julie von Charpentier und strebte nach einer beruflichen Position die ihm die Gründung und den Unterhalt einer Familie erlauben würde. Im Dezember 1800 gelingt dies, er wird zum Supernumerar-Amtshauptmann (entspricht dem heutigen Landrat) für den Thüringer Kreis berufen. Im Jahr der Verlobung zeigten sich allerdings bereits erste Anzeichen einer tuberkulösen Erkrankung, die im März 1801 zu seinem Tod führt.  

Version vom 27. April 2019, 17:08 Uhr

Autor

Der heute vor allem unter seinem Pseudonym Novalis bekannte Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg wird am 02. Mai 1772 als zweites von elf Kindern auf dem Gut  Oberwiederstedt geboren. 1786 zieht die Familie nach Weißenfels um, ab 1788 sind erste literarische Versuche Friedrichs (so der Rufname) überliefert. 1790 besucht er als Studienvorbereitung das Gymnasium in Eisleben, um sich anschließend in Jena als Student der Jurisprudenz zu immatrikulieren. Hier kommt es zum ersten Kontakt mit Friedrich Schlegel. Später erfolgt der Wechsel nach Leipzig (1791) und Wittenberg (1793), wo Novalis das Studium 1794 mit dem Ersten Staatsexamen abschließt.

Im März 1795 verlobte Novalis sich mit Sophie von Kühn Es folgen Anstellungen im Staatsdienst als Aktuarius (1794, Tennstedt) und Akzessist (1796, Salinendirektorium Weißenfels), nach dem Besuch der Bergakademie in Freiberg (1797–1799) erhält er die erwünschte Ernennung zum Salinen-Asessor. Der frühe Tod der Verlobten (1797) wurde später von Tieck als Ausgangspunkt einer biographischen Leitlinie verwendet, die aus ihm einen schwindsüchtigen, am Grab der verstobenen Geliebten dahinsiechenden, Jüngling machte. Dabei verlobte Novalis sich noch 1798 mit Julie von Charpentier und strebte nach einer beruflichen Position die ihm die Gründung und den Unterhalt einer Familie erlauben würde. Im Dezember 1800 gelingt dies, er wird zum Supernumerar-Amtshauptmann (entspricht dem heutigen Landrat) für den Thüringer Kreis berufen. Im Jahr der Verlobung zeigten sich allerdings bereits erste Anzeichen einer tuberkulösen Erkrankung, die im März 1801 zu seinem Tod führt.