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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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Im Jubiläenbuch, einer antiken jüdischen Schrift aus dem 2. Jhdt. v. Chr., ist es Gott selbst, von dem Jakob träumt (''Buch der Jubiläen'', 27,21); von einer Gottesschau durch den Patriarchen ist nicht die Rede! Flavius Josephus (''Antiquitates Iudaicae'' I 279) spricht explizit von der Gottesschau. In dem Bild des schlafenden Jakob an der Via Latina wird Gott hingegen nicht dargestellt, wie das jüdischen Vorbehalten einer solchen Darstellung gegenüber entspricht (Stemberger, Patriarchenbilder, 121). Sichtbar werden solche Bedenken z.B. im ''babylonischen Talmud'' (Traktat Chullin 91b): „R. Simon ben Lachisch sagte: Wäre es (scil. Genesis 28,13) kein geschriebener Schriftvers, so dürfte man es nicht sagen.“ Auch in christlicher Tradition wird der Verweis auf Ex 33,23 wirksam (Irenaeus, ''Demonstratio'' 45, FC 8/1, 64); dass auf der Leiter Christus zu sehen ist, kann aber auch in anderen (Irenaeus, ''Adversus haereses'' IV 10,1, FC 8/4, 76), teils problematischen (Justin, ''Dialogus'' 58,11, PTS 47, 171) Zusammenhängen wirksam werden.
 
Im Jubiläenbuch, einer antiken jüdischen Schrift aus dem 2. Jhdt. v. Chr., ist es Gott selbst, von dem Jakob träumt (''Buch der Jubiläen'', 27,21); von einer Gottesschau durch den Patriarchen ist nicht die Rede! Flavius Josephus (''Antiquitates Iudaicae'' I 279) spricht explizit von der Gottesschau. In dem Bild des schlafenden Jakob an der Via Latina wird Gott hingegen nicht dargestellt, wie das jüdischen Vorbehalten einer solchen Darstellung gegenüber entspricht (Stemberger, Patriarchenbilder, 121). Sichtbar werden solche Bedenken z.B. im ''babylonischen Talmud'' (Traktat Chullin 91b): „R. Simon ben Lachisch sagte: Wäre es (scil. Genesis 28,13) kein geschriebener Schriftvers, so dürfte man es nicht sagen.“ Auch in christlicher Tradition wird der Verweis auf Ex 33,23 wirksam (Irenaeus, ''Demonstratio'' 45, FC 8/1, 64); dass auf der Leiter Christus zu sehen ist, kann aber auch in anderen (Irenaeus, ''Adversus haereses'' IV 10,1, FC 8/4, 76), teils problematischen (Justin, ''Dialogus'' 58,11, PTS 47, 171) Zusammenhängen wirksam werden.
 
In der Kunstgeschichte kann eine analoge Wahrnehmung der Problematik dann vorliegen, wenn an der Spitze der Leiter das Symbol der Menorah (Sergej Tihomirov, *1965 in Moskau, jetzt in Hannover lebend) oder eine Mehrzahl von Engeln sichtbar wird (Adalbert Trillhaase [1858–1936], Jakobs Traum) oder die Wolke als Zeichen der verhüllten göttlichen Gegenwart oder ein weißes Licht bzw. ein Lichtstrahl erscheint. In der niederländischen Malerei nach Rembrandt, aber auch bei Josepe de Ribera (Jakobs Traum, 1639), ersetzt er die Leiter insgesamt (Kauffmann, Art. Jakob, 375).
 
In der Kunstgeschichte kann eine analoge Wahrnehmung der Problematik dann vorliegen, wenn an der Spitze der Leiter das Symbol der Menorah (Sergej Tihomirov, *1965 in Moskau, jetzt in Hannover lebend) oder eine Mehrzahl von Engeln sichtbar wird (Adalbert Trillhaase [1858–1936], Jakobs Traum) oder die Wolke als Zeichen der verhüllten göttlichen Gegenwart oder ein weißes Licht bzw. ein Lichtstrahl erscheint. In der niederländischen Malerei nach Rembrandt, aber auch bei Josepe de Ribera (Jakobs Traum, 1639), ersetzt er die Leiter insgesamt (Kauffmann, Art. Jakob, 375).
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