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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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Für exegetische jüdische wie christliche Tradition muss es darum gehen, einen Unterschied zu Exodus 33,23 zu vermeiden. ##Bitte erläutern###
 
Für exegetische jüdische wie christliche Tradition muss es darum gehen, einen Unterschied zu Exodus 33,23 zu vermeiden. ##Bitte erläutern###
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Im ''Jubiläenbuch'', einer antiken jüdischen Schrift aus dem 2. Jh. v. Chr., ist es Gott selbst, von dem Jakob träumt (Berger 1981, 27,21); von einer Gottesschau durch den Patriarchen ist aber nicht die Rede! Flavius Josephus spricht dagegen explizit von der Gottesschau.<ref>Clementz 1989, I, 279</ref> In dem Bild des schlafenden Jakob an der Via Latina wird Gott hingegen nicht dargestellt, wie das jüdischen Vorbehalten einer solchen Darstellung gegenüber entspricht (Stemberger 1990 121). Sichtbar werden solche Bedenken z.B. im ''babylonischen Talmud'' : "R. Simon ben Lachisch sagte: Wäre es [Genesis 28,13] kein geschriebener Schriftvers, so dürfte man es nicht sagen".<ref>Goldschmidt 1929-36, Traktat Chullin 91b</ref> Auch in christlicher Tradition wird der Verweis auf Ex 33,23 wirksam;<ref>Irenaeus von Lyon 1993, 64 = Demonstratio 45</ref> dass auf der Leiter Christus zu sehen ist, kann aber auch in anderen,<ref>Irenaeus von Lyon 1997, 76 = Adversus haereses IV 10,1</ref> teils problematischen<ref>Justin 1997, 171 = Dialogus 58,11</ref> Zusammenhängen wirksam werden.
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Im ''Jubiläenbuch'', einer antiken jüdischen Schrift aus dem 2. Jh. v. Chr., ist es Gott selbst, von dem Jakob träumt (Berger 1981, 27,21); von einer Gottesschau durch den Patriarchen ist aber nicht die Rede! Flavius Josephus spricht dagegen explizit von der Gottesschau.<ref>Clementz 1989, I, 279</ref> In dem Bild des schlafenden Jakob an der Via Latina wird Gott hingegen nicht dargestellt, wie das jüdischen Vorbehalten einer solchen Darstellung gegenüber entspricht (Stemberger 1990 121). Sichtbar werden solche Bedenken z.B. im ''babylonischen Talmud'' : "R[abbi]. Simon ben Lachisch sagte: Wäre es [Genesis 28,13] kein geschriebener Schriftvers, so dürfte man es nicht sagen".<ref>Goldschmidt 1929-36, Traktat Chullin 91b</ref> Auch in christlicher Tradition wird der Verweis auf Ex 33,23 wirksam;<ref>Irenaeus von Lyon 1993, 64 = Demonstratio 45</ref> dass auf der Leiter Christus zu sehen ist, kann aber auch in anderen,<ref>Irenaeus von Lyon 1997, 76 = Adversus haereses IV 10,1</ref> teils problematischen<ref>Justin 1997, 171 = Dialogus 58,11</ref> Zusammenhängen wirksam werden.
    
In der Kunstgeschichte kann eine analoge Wahrnehmung der Problematik dann vorliegen, wenn an der Spitze der Leiter das Symbol der Menorah (Sergej Tihomirov, *1965 in Moskau, jetzt in Hannover lebend) oder eine Mehrzahl von Engeln sichtbar wird (Adalbert Trillhaase, 1858–1936, ''Jakobs Traum'') oder die Wolke als Zeichen der verhüllten göttlichen Gegenwart oder ein weißes Licht bzw. ein Lichtstrahl erscheint. In der niederländischen Malerei nach Rembrandt, aber auch in Josepe de Ribera (1591-1652) ''Jakobs'' Traum (1639), ersetzt dieser die Leiter insgesamt (Kauffmann 1970, 375).
 
In der Kunstgeschichte kann eine analoge Wahrnehmung der Problematik dann vorliegen, wenn an der Spitze der Leiter das Symbol der Menorah (Sergej Tihomirov, *1965 in Moskau, jetzt in Hannover lebend) oder eine Mehrzahl von Engeln sichtbar wird (Adalbert Trillhaase, 1858–1936, ''Jakobs Traum'') oder die Wolke als Zeichen der verhüllten göttlichen Gegenwart oder ein weißes Licht bzw. ein Lichtstrahl erscheint. In der niederländischen Malerei nach Rembrandt, aber auch in Josepe de Ribera (1591-1652) ''Jakobs'' Traum (1639), ersetzt dieser die Leiter insgesamt (Kauffmann 1970, 375).

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