Deprecated: Use of Please install wikidiff2 to retain inline diff functionality. was deprecated in MediaWiki 1.35.0. [Called from SpecialMobileDiff::executeWhenAvailable in /data/TRAUMKULT/Lexikon-Traumkultur/extensions/MobileFrontend/includes/specials/SpecialMobileDiff.php at line 146] in /data/TRAUMKULT/Lexikon-Traumkultur/includes/debug/MWDebug.php on line 430
Änderungen – Lexikon Traumkultur

Änderungen

keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 40: Zeile 40:  
: <span style="color: #7b879e;">„Ein Film, der von den Gefahren und Verlockungen des Erotischen handelt, müsste, wie Schnitzlers Vorlage, ein Element der Unordnung enthalten, eine visuelle Synkope, aber für Kubrick war diese Art von Kontrollverlust undenkbar. ''Eyes Wide Shut'' sei kein Film über Sex, sondern einer über Ängste, hat Kubricks Witwe Christiane gesagt. Wahr ist, dass Kubricks Furcht vor dem Ungeplanten so groß war, dass sie ihn sogar daran hinderte, seine Angst zum Thema zu machen. So wirkt ''Eyes Wide Shut'' wie die monumentale Versteinerung einer einstigen Filmidee, ein grandioses Fossil, das aus unvordenklicher Ferne ins Kino der neunziger Jahre gespült wurde.“</span>
 
: <span style="color: #7b879e;">„Ein Film, der von den Gefahren und Verlockungen des Erotischen handelt, müsste, wie Schnitzlers Vorlage, ein Element der Unordnung enthalten, eine visuelle Synkope, aber für Kubrick war diese Art von Kontrollverlust undenkbar. ''Eyes Wide Shut'' sei kein Film über Sex, sondern einer über Ängste, hat Kubricks Witwe Christiane gesagt. Wahr ist, dass Kubricks Furcht vor dem Ungeplanten so groß war, dass sie ihn sogar daran hinderte, seine Angst zum Thema zu machen. So wirkt ''Eyes Wide Shut'' wie die monumentale Versteinerung einer einstigen Filmidee, ein grandioses Fossil, das aus unvordenklicher Ferne ins Kino der neunziger Jahre gespült wurde.“</span>
 
|}
 
|}
Andreas Kilb: Unsägliche Schaulust. Verloren in Raum und Zeit: Stanley Kubricks letzter Film „Eyes Wide Shut“. In: Die Zeit. Nr. 30/1999. 22. Juli 1999.
+
- Andreas Kilb: Unsägliche Schaulust. Verloren in Raum und Zeit: Stanley Kubricks letzter Film „Eyes Wide Shut“. In: Die Zeit. Nr. 30/1999. 22. Juli 1999.
    
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
 
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
Zeile 47: Zeile 47:  
: <span style="color: #7b879e;">„''Eyes Wide Shut'' ist ein Meisterwerk, ein würdiges Vermächtnis, das auch ohne die bei Kubrick üblichen visuellen Effekte die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zieht. Und das liegt daran, dass Kubrick darin sozusagen an die Wasserscheide allen Erzählens zurückgeht – zur Frage: Was ist Traum und was ist Wirklichkeit?“</span>
 
: <span style="color: #7b879e;">„''Eyes Wide Shut'' ist ein Meisterwerk, ein würdiges Vermächtnis, das auch ohne die bei Kubrick üblichen visuellen Effekte die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zieht. Und das liegt daran, dass Kubrick darin sozusagen an die Wasserscheide allen Erzählens zurückgeht – zur Frage: Was ist Traum und was ist Wirklichkeit?“</span>
 
|}
 
|}
Michael Althen: Mit offenen Augen träumen. Kubricks „Eyes Wide Shut“ eröffnet die Filmfestspiele am Lido. In: Süddeutsche Zeitung. 2. September 1999.
+
- Michael Althen: Mit offenen Augen träumen. Kubricks „Eyes Wide Shut“ eröffnet die Filmfestspiele am Lido. In: Süddeutsche Zeitung. 2. September 1999.
    
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
 
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
Zeile 54: Zeile 54:  
: <span style="color: #7b879e;">„Zerrissen zwischen konventioneller Treue und Begierde ohne Gefühl erscheinen alle Figuren so abwesend in der Liebe, als kenne der Traum keine Liebe, nur Libido.“</span>
 
: <span style="color: #7b879e;">„Zerrissen zwischen konventioneller Treue und Begierde ohne Gefühl erscheinen alle Figuren so abwesend in der Liebe, als kenne der Traum keine Liebe, nur Libido.“</span>
 
|}
 
|}
Roger Willemsen: Aus der Traum! In: Die Woche. 10. September 1999.
+
- Roger Willemsen: Aus der Traum! In: Die Woche. 10. September 1999.
    
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
 
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
Zeile 61: Zeile 61:  
: <span style="color: #7b879e;">„Das Fluidum von Schnitzlers Buch, in dem Gegenwart und Gestern, Traum und Realität nur flüchtige Zustände sind, hat Kubrick mit atemberaubender Sicherheit eingefangen.“</span>
 
: <span style="color: #7b879e;">„Das Fluidum von Schnitzlers Buch, in dem Gegenwart und Gestern, Traum und Realität nur flüchtige Zustände sind, hat Kubrick mit atemberaubender Sicherheit eingefangen.“</span>
 
|}
 
|}
Peter Körte: Das Kino, der Sex und der Tod. Und kein Traum ist völlig Traum: Stanley Kubricks letzter Film „Eyes Wide Shut“. In: Frankfurter Rundschau. 8. September 1999.
+
- Peter Körte: Das Kino, der Sex und der Tod. Und kein Traum ist völlig Traum: Stanley Kubricks letzter Film „Eyes Wide Shut“. In: Frankfurter Rundschau. 8. September 1999.
    
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
 
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
Zeile 68: Zeile 68:  
: <span style="color: #7b879e;">„Wovon handelt die ‚Traumnovelle‘, was träumt die Kamera in ‚Wide Eyes Shut‘ (sic!)? Wovon konnte Kubrick bis an sein Lebensende nicht loskommen; nicht bevor er es im Film festgehalten hatte? Von der Krise einer Ehe, von der Nacht der Wahrheit, in der sich die Krise offenbart. Vom Morgen danach, als man sich bewusst wird, dass man nach der Erfahrung der Krise wie vor der Krise weiterleben muss? Davon, dass es zwei Leben in einem gibt, die gegeneinander ankämpfen wie Tag und Nacht, die sich dadurch in Frage stellen und behaupten? Davon, dass wir den Traum fürchten, weil wir ihn zu dem Leben brauchen, das er in Frage stellt.“</span>
 
: <span style="color: #7b879e;">„Wovon handelt die ‚Traumnovelle‘, was träumt die Kamera in ‚Wide Eyes Shut‘ (sic!)? Wovon konnte Kubrick bis an sein Lebensende nicht loskommen; nicht bevor er es im Film festgehalten hatte? Von der Krise einer Ehe, von der Nacht der Wahrheit, in der sich die Krise offenbart. Vom Morgen danach, als man sich bewusst wird, dass man nach der Erfahrung der Krise wie vor der Krise weiterleben muss? Davon, dass es zwei Leben in einem gibt, die gegeneinander ankämpfen wie Tag und Nacht, die sich dadurch in Frage stellen und behaupten? Davon, dass wir den Traum fürchten, weil wir ihn zu dem Leben brauchen, das er in Frage stellt.“</span>
 
|}
 
|}
Hellmuth Karasek: Die Masken des Traums. In: Der Tagesspiegel. 9. September 1999.
+
- Hellmuth Karasek: Die Masken des Traums. In: Der Tagesspiegel. 9. September 1999.
    
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
 
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
Zeile 75: Zeile 75:  
: <span style="color: #7b879e;">„Also haben sie sich entschieden, den gewagtesten Weg zu gehen – die Realität der Geschichte zu verstärken und mit einer neuen Figur, gespielt von Sidney Pollack, die losen Enden zusammenzufügen. Trotzdem folgen sie dabei einer Traumlogik: Alle Figuren scheinen nur in Bezug auf den Helden zu existieren, sie sind Ausgeburten seines Unbewussten.“</span>
 
: <span style="color: #7b879e;">„Also haben sie sich entschieden, den gewagtesten Weg zu gehen – die Realität der Geschichte zu verstärken und mit einer neuen Figur, gespielt von Sidney Pollack, die losen Enden zusammenzufügen. Trotzdem folgen sie dabei einer Traumlogik: Alle Figuren scheinen nur in Bezug auf den Helden zu existieren, sie sind Ausgeburten seines Unbewussten.“</span>
 
|}
 
|}
Tobias Kniebe: Das Fleisch im Auge des Betrachters. Ein nachgelassener Film, vielleicht ein Vermächtnis: „Eyes Wide Shut“, Kubricks Traumnovelle. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Juli 1999.
+
- Tobias Kniebe: Das Fleisch im Auge des Betrachters. Ein nachgelassener Film, vielleicht ein Vermächtnis: „Eyes Wide Shut“, Kubricks Traumnovelle. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Juli 1999.
    
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
 
{| style="border: 0px; background-color: #ffffff; border-left: 2px solid #7b879e; margin-bottom: 0.4em; margin-left:0.1em; margin-right: auto; width: auto;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"
Zeile 82: Zeile 82:  
: <span style="color: #7b879e;">„''Eyes Wide Shut'' ist ein Film von einem Mann über einen Mann für Männer. Ist ein Männerfilm in der Mike-Hammer-Tradition. Die anständigen Frauen sind dramaturgische Versatzstücke. (…) Theatralische Katholizität. Überväter in allen Bereichen. (…) Mummenschanz. (…) Spießige Bilder spießiger Fantasien. (…) Es geht um Macht und manchmal um Sex. Ziemlich ornamentalen Sex. Nur um Erotik geht es nie.“</span>
 
: <span style="color: #7b879e;">„''Eyes Wide Shut'' ist ein Film von einem Mann über einen Mann für Männer. Ist ein Männerfilm in der Mike-Hammer-Tradition. Die anständigen Frauen sind dramaturgische Versatzstücke. (…) Theatralische Katholizität. Überväter in allen Bereichen. (…) Mummenschanz. (…) Spießige Bilder spießiger Fantasien. (…) Es geht um Macht und manchmal um Sex. Ziemlich ornamentalen Sex. Nur um Erotik geht es nie.“</span>
 
|}
 
|}
Marlene Streeruwitz: Überall Überväter. In: die tageszeitung. 9. September 1999.
+
- Marlene Streeruwitz: Überall Überväter. In: die tageszeitung. 9. September 1999.
    
==DVD-Veröffentlichung==
 
==DVD-Veröffentlichung==
Zeile 114: Zeile 114:     
==Weblinks==
 
==Weblinks==
* Weitere Literatur (Open Access) zu Stanley Kubrick auf media/rep/
+
* [https://mediarep.org/browse?value=Stanley%20Kubrick&type=subject Weitere Literatur (Open Access)] zu Stanley Kubrick auf media/rep/
* Webseite zur Stanley-Kubrick-Ausstellung (internationale Ausstellungstournee)
+
* [https://www.stanleykubrick.de/ Webseite zur Stanley-Kubrick-Ausstellung (internationale Ausstellungstournee)]
    
==Daten zum Film==
 
==Daten zum Film==
   −
Deutscher Titel: Eyes Wide Shut
+
{| class="wikitable"
Originaltitel: Eyes Wide Shut
+
|-
 +
| Deutscher Titel
 +
| Eyes Wide Shut
 +
|-
 +
| Originaltitel
 +
| Eyes Wide Shut
 +
|-
 +
| Produktionsland
 +
| Großbritannien, Vereinigte Staaten
 +
|-
 +
| Originalsprache
 +
| Englisch
 +
|-
 +
| Erscheinungsjahr
 +
| 1999
 +
|-
 +
| Länge
 +
| 153 Minuten
 +
|-
 +
| Altersfreigabe
 +
| FSK 16
 +
|-
 +
|}
   −
Produktionsland: Großbritannien, Vereinigte Staaten
+
Stab
Originalsprache: Englisch
  −
Erscheinungsjahr: 1999
  −
Länge: 153 Minuten
  −
Altersfreigabe FSK 16
     −
Stab
+
{| class="wikitable"
Regie Stanley Kubrick
+
|-
Drehbuch Stanley Kubrick, Frederic Raphael
+
| Regie
Produktion Stanley Kubrick, Jan Harlan
+
| Stanley Kubrick
Musik Jocelyn Pook
+
|-
Kamera Larry Smith
+
| Drehbuch
Schnitt Nigel Galt
+
| Stanley Kubrick, Frederic Raphael
 +
|-
 +
| Produktion
 +
| Stanley Kubrick, Jan Harlan
 +
|-
 +
| Musik
 +
| Jocelyn Pook
 +
|-
 +
| Kamera
 +
| Larry Smith
 +
|-
 +
| Schnitt
 +
| Nigel Galt
 +
|-
 +
|}
    
Besetzung
 
Besetzung
Tom Cruise: Dr. William „Bill“ Harford
  −
Nicole Kidman: Alice Harford
  −
Sydney Pollack: Victor Ziegler
  −
Todd Field: Nick Nightingale
  −
Sky du Mont: Sandor Szavost
  −
Julienne Davis: Amanda „Mandy“ Curran
  −
Marie Richardson: Marion
  −
Thomas Gibson: Carl, Marions Verlobter
  −
Vinessa Shaw: Domino
  −
Rade Šerbedžija: Mr. Milich
  −
Leelee Sobieski: Mr. Milichs Tochter
  −
Alan Cumming: Hotel-Rezeptionist
  −
Fay Masterson: Sally
  −
      +
{| class="wikitable"
 +
|-
 +
| Tom Cruise
 +
| Dr. William „Bill“ Harford
 +
|-
 +
| Nicole Kidman
 +
| Alice Harford
 +
|-
 +
| Sydney Pollack
 +
| Victor Ziegler
 +
|-
 +
| Todd Field
 +
| Nick Nightingale
 +
|-
 +
| Sky du Mont
 +
| Sandor Szavost
 +
|-
 +
| Julienne Davis
 +
| Amanda „Mandy“ Curran
 +
|-
 +
| Marie Richardson
 +
| Marion
 +
|-
 +
| Thomas Gibson
 +
| Carl, Marions Verlobter
 +
|-
 +
| Vinessa Shaw
 +
| Domino
 +
|-
 +
| Rade Šerbedžija
 +
| Mr. Milich
 +
|-
 +
| Leelee Sobieski
 +
| Mr. Milichs Tochter
 +
|-
 +
| Alan Cumming
 +
| Hotel-Rezeptionist
 +
|-
 +
| Fay Masterson
 +
| Sally
 +
|-
 +
|}
    
{| style="border: 1px solid #98A7C4; background-color: #ffffff; border-left: 20px solid #98A7C4; margin-bottom: 0.4em; margin-left: auto; margin-right: auto; width: 100%;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="5"
 
{| style="border: 1px solid #98A7C4; background-color: #ffffff; border-left: 20px solid #98A7C4; margin-bottom: 0.4em; margin-left: auto; margin-right: auto; width: 100%;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="5"