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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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Abb. 2: Motiv a in Takt 1 (Quelle: Lynch 2014, 64)
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Abb. 2: Motiv a in Takt 1 (Quelle: Lynch 2014, 64)  
 
   
 
   
 
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Abb. 3: Motiv a mit veränderter Intervallstruktur (Ganztonschritte statt Halbtonschritte) in Takt 2-3 (Quelle: Lynch 2014, 64)
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Abb. 3: Motiv a mit veränderter Intervallstruktur (Ganztonschritte statt Halbtonschritte) in Takt 2-3 (Quelle: Lynch 2014, 64)  
 
   
 
   
 
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Abb. 4: Motiv a mit veränderter Intervallstruktur (Tritonus statt reiner Quinte) in Takt 3 (Quelle: Lynch 2014, 64)
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Abb. 4: Motiv a mit veränderter Intervallstruktur (Tritonus statt reiner Quinte) in Takt 3 (Quelle: Lynch 2014, 64)  
 
   
 
   
 
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Abb. 5: Motiv a, transponiert um einen Ganztonschritt nach oben in Takt 4 (Quelle: Lynch 2014, 64)
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Abb. 5: Motiv a, transponiert um einen Ganztonschritt nach oben in Takt 4 (Quelle: Lynch 2014, 64)  
 
   
 
   
 
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Abb. 6: Motiv a, zweimal in transponierter Form aufeinander folgend in Takt 5-6 (Quelle: Lynch 2014, 64)  
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Abb. 6: Motiv a, zweimal in transponierter Form aufeinander folgend in Takt 5-6 (Quelle: Lynch 2014, 64)  
 
   
 
   
 
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Abb. 9: Motiv b in Takt 1-3 (Quelle: Lynch 2014, 65)
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Abb. 9: Motiv b in Takt 1-3 (Quelle: Lynch 2014, 65)  
 
   
 
   
 
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Abb. 10: Fragment (zweite Hälfte) des Motivs b in Takt 3-4 (Quelle: Lynch 2014, 65)
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Abb. 10: Fragment (zweite Hälfte) des Motivs b in Takt 3-4 (Quelle: Lynch 2014, 65)  
 
   
 
   
 
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Abb. 11: Motiv b mit geänderter Intervallstruktur, aber gleicher Rhythmik in Takt 8-11 (Quelle: Lynch 2014, 65)
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Abb. 11: Motiv b mit geänderter Intervallstruktur, aber gleicher Rhythmik in Takt 8-11 (Quelle: Lynch 2014, 65)  
 
   
 
   
 
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Abb. 13: Motiv c in Takt 3-5 (Quelle: Lynch 2014, 65)
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Abb. 13: Motiv c in Takt 3-5 (Quelle: Lynch 2014, 65)  
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Abb. 14: Motiv c mit geänderter Intervallstruktur in Takt 5-7 (Quelle: Lynch 2014, 65)
 
Abb. 14: Motiv c mit geänderter Intervallstruktur in Takt 5-7 (Quelle: Lynch 2014, 65)
    
Ein weiteres Motiv (''Motiv d'') erklingt sowohl in seiner ‚Grundgestalt‘ als auch mit leicht alteriertem Ende in der Gesangsstimme sowie in transponierter Form und leicht angepasst auch in der Klavierstimme (Lynch 2014, 66).
 
Ein weiteres Motiv (''Motiv d'') erklingt sowohl in seiner ‚Grundgestalt‘ als auch mit leicht alteriertem Ende in der Gesangsstimme sowie in transponierter Form und leicht angepasst auch in der Klavierstimme (Lynch 2014, 66).
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Abb. 15: Motiv d in Takt 8-11 (Quelle: Lynch 2014, 66)
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Abb. 15: Motiv d in Takt 8-11 (Quelle: Lynch 2014, 66)
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Abb. 16: Motiv d mit geändertem Ende in Takt 22-24 (Quelle: Lynch 2014, 66)  
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Abb. 16: Motiv d mit geändertem Ende in Takt 22-24 (Quelle: Lynch 2014, 66)
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Abb. 17: Motiv d im Klavier mit geändertem Ende in Takt 27-29 (Quelle: Lynch 2014, 66)
 
Abb. 17: Motiv d im Klavier mit geändertem Ende in Takt 27-29 (Quelle: Lynch 2014, 66)
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In ihrer Analyse zeigt Lynch weiterhin im Detail, wie genau die kontrapunktische Verwendung und Überlagerung insbesondere dieser vier Motive und ihrer Varianten nahezu sämtliche Klänge und Harmonien innerhalb des Stückes erzeugen bzw. wie diese bis zu den vier motivischen „Keimzellen“ zurückverfolgt werden können (Lynch 2014, 63-72 und 104). Neben der uneindeutigen harmonischen Entwicklung des Stücks setzt Alban Berg das Schweben zwischen den Welten insbesondere durch die entwickelnde Variation der gewählten und sehr dicht gesetzten Motive um, die verschiedene Metamorphosen durchlaufen und sich derart weiterentwickeln. Berg erzeugt so eine zwar musikalisch kohärente, aber trotzdem mit traumähnlichen Übergängen bzw. Brüchen versehene musikalische Faktur und mit ihr eine zwischen Traum und Wachzustand wechselnde verklärte Stimmung, die dem zugrundeliegenden Rilke-Gedicht entspricht.
 
In ihrer Analyse zeigt Lynch weiterhin im Detail, wie genau die kontrapunktische Verwendung und Überlagerung insbesondere dieser vier Motive und ihrer Varianten nahezu sämtliche Klänge und Harmonien innerhalb des Stückes erzeugen bzw. wie diese bis zu den vier motivischen „Keimzellen“ zurückverfolgt werden können (Lynch 2014, 63-72 und 104). Neben der uneindeutigen harmonischen Entwicklung des Stücks setzt Alban Berg das Schweben zwischen den Welten insbesondere durch die entwickelnde Variation der gewählten und sehr dicht gesetzten Motive um, die verschiedene Metamorphosen durchlaufen und sich derart weiterentwickeln. Berg erzeugt so eine zwar musikalisch kohärente, aber trotzdem mit traumähnlichen Übergängen bzw. Brüchen versehene musikalische Faktur und mit ihr eine zwischen Traum und Wachzustand wechselnde verklärte Stimmung, die dem zugrundeliegenden Rilke-Gedicht entspricht.
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<div style="text-align: right;">[[Autoren|Constantin Houy]]</div>
 
<div style="text-align: right;">[[Autoren|Constantin Houy]]</div>
      
==Literatur==
 
==Literatur==

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