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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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''Träume. Aufzeichnungen 1928-1985'' sind eine Sammlung von persönlich ausgewählten Traumaufzeichnungen aus sämtlichen Lebensphasen der in Berlin-Charlottenburg geborenen schweizerischen Künstlerin und Lyrikerin Meret Oppenheim (1913-1985). Meret Oppenheim notierte ihre Träume, weil sie diesen sowohl im Allgemeinen aber auch in Bezug auf ihre Kunst und Dichtung eine besondere Bedeutung beimaß (Schulz 2006, 51). Gemäß Christiane Meyer-Thoss, Herausgeberin von ''Träume. Aufzeichnungen 1928-1985'' (2013) und Vertraute bzw. Freundin Meret Oppenheims, sind die Traumaufzeichnungen nicht „als Bildspeicher“, sondern vielmehr als „das dokumentarische Material, das Storyboard zum Film der Bilder, zu dem von Meret Oppenheim realisierten Bilderkosmos“ zu verstehen (Meyer-Thoss, T 87). Die Sammlung ermöglicht einen tiefreichenden Einblick in Meret Oppenheims Träume, die ein breites inhaltliches Spektrum aufweisen und auch einige von ihr selbst verfasste Deutungen der Trauminhalte anbieten. Diese Deutungen referieren zuweilen auf grundlegende Ideen der Lehren von Carl Gustav Jung, durch die Meret Oppenheim auch dazu inspiriert war, ihre eigenen Träume zu notieren (vgl. Baur 2021, 211), und die ihre eigene Traumauffassung prägten. Meret Oppenheim interpretierte bzw. benutzte ihre eigenen Träum häufig „‘zur Lösung grundlegender Lebensfragen‘. Sie dienen ihr während aller Lebensphasen als eine Art persönliche Orientierungshilfe.“ (Schulz 2006, 54).
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''Träume. Aufzeichnungen 1928-1985'' ist eine Sammlung von persönlich ausgewählten Traumaufzeichnungen aus sämtlichen Lebensphasen der in Berlin-Charlottenburg geborenen schweizerischen Künstlerin und Lyrikerin Meret Oppenheim (1913-1985). Sie notierte ihre Träume, weil sie diesen sowohl im Allgemeinen aber auch in Bezug auf ihre Kunst und Dichtung eine besondere Bedeutung beimaß (Schulz 2006, 51). Nach Christiane Meyer-Thoss, Herausgeberin von ''Träume. Aufzeichnungen 1928-1985'' (2013) und Vertraute bzw. Freundin Meret Oppenheims, sind die Traumaufzeichnungen nicht „als Bildspeicher“, sondern vielmehr als „das dokumentarische Material, das Storyboard zum Film der Bilder, zu dem von Meret Oppenheim realisierten Bilderkosmos“, zu verstehen (T 87). Die Sammlung ermöglicht einen tiefreichenden Einblick in Meret Oppenheims Träume, die ein breites inhaltliches Spektrum aufweisen und auch einige von ihr selbst verfasste Deutungen der Trauminhalte anbieten. Diese Deutungen referieren zuweilen auf grundlegende Ideen der Lehren von Carl Gustav Jung (1875-1961), durch die Meret Oppenheim auch dazu inspiriert war, ihre eigenen Träume zu notieren (Baur 2021, 211), und die ihre eigene Traumauffassung prägten. Meret Oppenheim interpretierte bzw. benutzte ihre eigenen Träum häufig „‘zur Lösung grundlegender Lebensfragen‘. Sie dienen ihr während aller Lebensphasen als eine Art persönliche Orientierungshilfe“ (Schulz 2006, 54).
       
==Zu Meret Oppenheim==
 
==Zu Meret Oppenheim==
Meret Oppenheim war eine am 6. Oktober 1913 in Deutschland (Berlin-Charlottenburg) geborene, schweizerische Künstlerin und Lyrikerin (gestorben am 15. November 1985 in Basel). Bekannt und berühmt wurde Meret Oppenheim insbesondere als Künstlerin, die ab ca. 1932 den Künstlerkreis der Pariser Surrealisten um André Breton, Marcel Duchamp, Max Ernst, Man Ray, Alberto Giacometti, Joan Mirò etc. frequentierte, in den sie durch den Schweizer Künstler Hans Arp eingeführt wurde (Meyer-Thoss 2013b, 72). Während Meret Oppenheim durch die Pariser Bekanntschaften und Freundschaften zwar künstlerisch und persönlich geprägt wurde und sie für ihr frühes Œuvre zahlreiche wichtige Impulse bekam, fühlte sie sich der Gruppe der Surrealisten allerdings nie vollständig zugehörig. Trotz ihrer frühen, „vom Surrealismus vereinnahmten“ und hinsichtlich der Publikumsrezeption erfolgreichen Werke, wie z. B. die sogenannte „Pelztasse“ von 1936 – André Breton erfand für das Werk den Namen „Dejeuner en fourrure“ („Frühstück im Pelz“) – setzte sie Zeit ihres Lebens beharrlich ihre Eigenständigkeit als Künstlerin ohne starke Bindung zu den Pariser Surrealisten durch (vgl. Helfenstein 1993, 68-78). Neben den zahlreichen Malereien und Zeichnungen schuf Meret Oppenheim in ihrem auch von einigen längeren Schaffenskrisen geprägten Leben (vgl. Curiger 1989, 42ff., vgl. ebenso T 28-30), das sie überwiegend an verschiedenen Orten in der Schweiz verbringt (Rückkehr von Paris nach Basel im Jahr 1937, später Bern und Carona im Tessin etc.), ein umfangreiches Œuvre. Dieses umfasst u. a. auch Skulpturen, Brunnen (z. B. am Waisenhausplatz in Bern) und Kunstobjekte in verschiedensten Materialien (vgl. Baur 2021, 150-167), Fotografien, aber auch Designobjekte wie Möbel, Schmuck und Kleidung (vgl. Baur 2021, 130-147) sowie Performancekunst und Gedichte (vgl. Baur 2021, 90-107). Ihre Werke sind nicht selten von ihren eigenen Träumen sowie von den allgemeinen Eigenschaften des Traums inspiriert und besonders vom „Sehnsuchtspotential des Fragmentarischen“ sowie vom „Atem des größeren, zeitenthobenen Zusammenhangs“ geprägt (Meyer-Thoss, T 87).
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Meret Oppenheim war eine am 6. Oktober 1913 in Deutschland (Berlin-Charlottenburg) geborene, schweizerische Künstlerin und Lyrikerin (gestorben am 15. November 1985 in Basel). Bekannt und berühmt wurde sie insbesondere als Künstlerin, die ab ca. 1932 den Künstlerkreis der Pariser Surrealisten um André Breton (1896-1966), Marcel Duchamp (1887-1968), Max Ernst (1891-1976), Man Ray (1890-1976), Alberto Giacometti (1901-1966), Joan Mirò (1893-1983) etc. frequentierte, in den sie durch den Schweizer Künstler Hans Arp (1886-1966) eingeführt wurde (Meyer-Thoss 2013b, 72). Während Meret Oppenheim durch die Pariser Bekanntschaften und Freundschaften zwar künstlerisch und persönlich geprägt wurde und sie für ihr frühes Œuvre zahlreiche wichtige Impulse bekam, fühlte sie sich der Gruppe der Surrealisten nie vollständig zugehörig. Trotz ihrer frühen, „vom Surrealismus vereinnahmten“ und hinsichtlich der Publikumsrezeption erfolgreichen Werke, wie z. B. der sogenannte „Pelztasse“ von 1936 – André Breton erfand für das Werk den Namen „Dejeuner en fourrure“ („Frühstück im Pelz“) – setzte sie Zeit ihres Lebens beharrlich ihre Eigenständigkeit als Künstlerin ohne starke Bindung zu den Pariser Surrealisten durch (Helfenstein 1993, 68-78). Neben den zahlreichen Malereien und Zeichnungen schuf Meret Oppenheim in ihrem auch von einigen längeren Schaffenskrisen geprägten Leben (Curiger 1989, 42 ff.; T 28-30), das sie überwiegend an verschiedenen Orten in der Schweiz verbringt (Rückkehr von Paris nach Basel im Jahr 1937, später Bern und Carona im Tessin etc.), ein umfangreiches Œuvre. Dieses umfasst u.a. auch Skulpturen, Brunnen (z.B. am Waisenhausplatz in Bern), Kunstobjekte in verschiedensten Materialien (Baur 2021, 150-167), Fotografien, aber auch Designobjekte wie Möbel, Schmuck und Kleidung (Baur 2021, 130-147) sowie Performancekunst und Gedichte (Baur 2021, 90-107). Ihre Werke sind nicht selten von ihren eigenen Träumen sowie von den allgemeinen Eigenschaften des Traums inspiriert und besonders vom „Sehnsuchtspotential des Fragmentarischen“ sowie vom „Atem des größeren, zeitenthobenen Zusammenhangs“ geprägt (Meyer-Thoss, T 87).
 
      
==Zur Sammlung der Traumaufzeichnungen von Meret Oppenheim==
 
==Zur Sammlung der Traumaufzeichnungen von Meret Oppenheim==
Meret Oppenheim sammelte seit dem Jahr 1928 ihre Traumaufzeichnungen und übergab ihre „Sammelmappe“ mit den chronologisch sortierten Aufzeichnungen im Jahr 1984 der Herausgeberin des Bandes ''Träume. Aufzeichnungen'' Christiane Meyer-Thoss. Zeitlich nach der Übergabe notierte und von Meret Oppenheim später noch zur Publikation ausgewählte Träume schickte sie nachträglich per Post an Meyer-Thoss (Meyer-Thoss, T 86). In der editorischen Notiz (vgl. hierzu und im folgenden Meyer-Thoss, T 117) merkt die Herausgeberin an, dass Meret Oppenheim, wie anhand des „einheitlichen Schriftbild[es]“ zu folgern sei, „wahrscheinlich bis Ende der fünfziger Jahre, wichtige Träume innerhalb eines kurzen Zeitraumes nacheinander abgeschrieben [.], also übernommen [hat] aus älteren Notizheften“. In diesem Zusammenhang „fügte Meret Oppenheim auch zusätzliche Erklärungen und Kommentare ein“, die im gesamten Band ihre eigene Sicht und teilweise auch persönliche Deutungsversuche des Geträumten darlegen. Das gesamte Textmaterial wurde von Meret Oppenheim in den „siebziger Jahren“ sowie „ein letztes Mal dann im Dezember 1984 in Frankfurt“ – sehr wahrscheinlich bei einem Besuch bei Meyer-Thoss – „durchgesehen, kommentiert, ergänzt, verbessert“. Die im Rahmen der Korrekturen vorgenommenen Änderungen stehen in den Texten in eckigen Klammern. Die Sammlung ''Träume'' gibt abgesehen von wenigen Auslassungen, die z. B. „sehr persönliche Daten betreffen“, Oppenheims Aufzeichnungen „nahezu vollständig“ und „in der von ihr bestimmten chronologischen Reihenfolge“ wieder.
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Meret Oppenheim sammelte seit dem Jahr 1928 ihre Traumaufzeichnungen und übergab ihre „Sammelmappe“ mit den chronologisch sortierten Aufzeichnungen im Jahr 1984 der Herausgeberin des Bandes, Christiane Meyer-Thoss. Zeitlich nach der Übergabe notierte und später noch zur Publikation ausgewählte Träume schickte sie nachträglich per Post an Meyer-Thoss (T 86). In der editorischen Notiz (vgl. hierzu und im folgenden Meyer-Thoss, T 117) merkt die Herausgeberin an, dass Meret Oppenheim, wie anhand des „einheitlichen Schriftbildes“ zu folgern sei, „wahrscheinlich bis Ende der fünfziger Jahre, wichtige Träume innerhalb eines kurzen Zeitraumes nacheinander abgeschrieben hat, also übernommen aus älteren Notizheften“. In diesem Zusammenhang „fügte Meret Oppenheim auch zusätzliche Erklärungen und Kommentare ein“, die im gesamten Band ihre eigene Sicht und teilweise auch persönliche Deutungsversuche des Geträumten darlegen. Das gesamte Textmaterial wurde von Meret Oppenheim in den „siebziger Jahren“ sowie „ein letztes Mal dann im Dezember 1984 in Frankfurt“ – sehr wahrscheinlich bei einem Besuch bei Meyer-Thoss – „durchgesehen, kommentiert, ergänzt, verbessert“. Die im Rahmen der Korrekturen vorgenommenen Änderungen stehen in den Texten in eckigen Klammern. Die Sammlung ''Träume'' gibt abgesehen von wenigen Auslassungen, die z. B. „sehr persönliche Daten betreffen“, Oppenheims Aufzeichnungen „nahezu vollständig“ und „in der von ihr bestimmten chronologischen Reihenfolge“ wieder.
 
      
==Meret Oppenheims Aufzeichnungen im Band „Träume“==
 
==Meret Oppenheims Aufzeichnungen im Band „Träume“==
Die folgende Übersicht präsentiert die Traumaufzeichnungen Meret Oppenheims im Band ''Träume''. In folgende Liste aufgenommen wurden ausschließlich ihre Traumaufzeichnungen, nicht aber die von Meret Oppenheim verfassten Darstellungen zu den herrschenden Lebensumständen, die sie zuweilen zwischen den Traumaufzeichnungen ergänzte, um den Kontext zu erläutern, in dem die Traumaufzeichnungen stehen bzw. vor dessen Hintergrund diese zu deuten wären. Zuweilen sind im Band ''Träume'' Abbildungen, d. h. Reproduktionen von Skizzen, die Meret Oppenheim begleitend zum Text angefertigt hat, enthalten, z. B. zum Traum mit dem Höllenhund („1928-30?“, Nr. 3 der folgenden Liste, T 10), zum Friedhofstraum mit Schlange und Apfel von 1929 (Nr. 6, T 13), zum Traum mit dem Rettungsinstrument für Ertrinkende vom 6. August 1933 (Nr. 10, T 16), zu den Träumen am 10. und 11. August 1936 bzgl. der Einrichtung des eigenen Häuschens, bzgl. der „kleinen Maschine zum Sätzeschreiben für Schriftsteller“ und bzgl. des Bildes von Salvador Dalì, das sich wie ein Film bewegt, (Nr. 21-23, T 23) sowie zu weiteren Themen (siehe dazu T 34, T 36, T 47, T 51, T 57, T 59, T 63, T 67 und T 69). Wie bereits erwähnt, werden die Traumaufzeichnungen Meret Oppenheims zuweilen von Erläuterungen zu den herrschenden Lebensumständen unterbrochen, die eine persönliche Einordnung der Traumaufzeichnungen in einen Kontext darstellen, z. B. „Zwischen 1936 und 1953 habe ich, soviel ich aus meinen Notizen sehe, keinen einzigen Traum aufgeschrieben. […]“ (T 28-30) oder „Im Nov. 1954 hatte ich ein „inneres Erlebnis“ […]“ (T 31-33). Die folgende Übersicht übernimmt die verwendete Orthografie und Interpunktion der Darstellung im herausgegebenen Band und es wurden keine Textkorrekturen vorgenommen. Ergänzungen werden im vorliegenden Beitrag lediglich an fünf Stellen vorgenommen, z. B. um Abkürzungen zu erläutern, und diese in geschweifte Klammern, d. h. {}, gesetzt. Diese Art der Markierung ist notwendig, weil Meret Oppenheim in ihren Texten sowohl runde Klammern, d. h. (), als auch eckige Klammern, d. h. [], für spätere Ergänzungen bei der präfinalen und finalen Überarbeitung verwendet hat.
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Die folgende Übersicht präsentiert die Traumaufzeichnungen Meret Oppenheims im Band ''Träume''. In die Liste aufgenommen wurden ausschließlich ihre Traumaufzeichnungen, nicht aber die von Meret Oppenheim verfassten Darstellungen zu den herrschenden Lebensumständen, die sie zuweilen zwischen den Traumaufzeichnungen ergänzte, um den Kontext zu erläutern, in dem die Traumaufzeichnungen stehen. Zuweilen sind in ''Träume'' Abbildungen, d.h. Reproduktionen von Skizzen, die Meret Oppenheim begleitend zum Text angefertigt hat, enthalten, z.B. zum Traum mit dem Höllenhund („1928-30?“, Nr. 3 der folgenden Liste; T 10), zum Friedhofstraum mit Schlange und Apfel von 1929 (Nr. 6; T 13), zum Traum mit dem Rettungsinstrument für Ertrinkende vom 6. August 1933 (Nr. 10; T 16), zu den Träumen vom 10. und 11. August 1936 bzgl. der Einrichtung des eigenen Häuschens, bzgl. der „kleinen Maschine zum Sätzeschreiben für Schriftsteller“ und bzgl. des Bildes von Salvador Dalí, das sich wie ein Film bewegt (Nr. 21-23; T 23), sowie zu weiteren Themen (siehe dazu T 34, T 36, T 47, T 51, T 57, T 59, T 63, T 67 und T 69). Wie bereits erwähnt, werden die Traumaufzeichnungen Meret Oppenheims zuweilen von Erläuterungen zu Lebensumständen unterbrochen, z.B.: „Zwischen 1936 und 1953 habe ich, soviel ich aus meinen Notizen sehe, keinen einzigen Traum aufgeschrieben“ (T 28-30) oder „Im Nov. 1954 hatte ich ein „inneres Erlebnis“ (T 31-33). Die folgende Übersicht übernimmt die verwendete Orthografie und Interpunktion der Darstellung im herausgegebenen Band und nimmt keine Textkorrekturen vor. Ergänzungen werden lediglich an fünf Stellen eingefügt, z.B. um Abkürzungen zu erläutern; diese sind in geschweifte Klammern, weil Oppenheim in ihren Texten sowohl runde als auch eckige Klammern für spätere Ergänzungen bei der präfinalen und finalen Überarbeitung verwendet hat.
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| 1928-30?
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| 1928-30? (Zeichnung)
 
| „Der Höllenhund sprang über einen kleinen Abhang. Wir (Christin und ich) fingen ihn und wollten ihn töten. …“
 
| „Der Höllenhund sprang über einen kleinen Abhang. Wir (Christin und ich) fingen ihn und wollten ihn töten. …“
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| T 9 f.
 
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| 1929 (Königsfeld)
 
| 1929 (Königsfeld)
| „Ein Friedhof, an einem schwach ansteigenden Hang gelegen (glich dem Friedhof von Steinen i/W) {Steinen im Wiesental, eine Gemeinde im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg}. Durch das Eingangsgatter unten kommt eine alte Frau. …“
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| „Ein Friedhof, an einem schwach ansteigenden Hang gelegen (glich dem Friedhof von Steinen i/W {Steinen im Wiesental, eine Gemeinde im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg}). Durch das Eingangsgatter unten kommt eine alte Frau. …“
| T 11-12
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| T 11 f.
 
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| Wann ich diesen Traum hatte weiss ich nicht mehr. Ich schätze zwischen 1935 und 1937.
 
| Wann ich diesen Traum hatte weiss ich nicht mehr. Ich schätze zwischen 1935 und 1937.
 
| „Ich bin in einem Menschenschlachthaus. Überall liegen und hängen abgehäutete blutige Körper, wie in einer grossen Metzgerei. …“
 
| „Ich bin in einem Menschenschlachthaus. Überall liegen und hängen abgehäutete blutige Körper, wie in einer grossen Metzgerei. …“
| T 20-21
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| T 20 f.
 
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| 10. August
 
| 10. August
| „Eine kleine Maschine, zum Sätzeschreiben für Schriftsteller. (Skizze mit Erklärungen) …“
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| „Eine kleine Maschine, zum Sätzeschreiben für Schriftsteller. (''Skizze mit Erklärungen'') …“
 
| T 22
 
| T 22
 
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| Dies Gedicht hat M. {Mandiargues} nach einem Traum gemacht, den ich ihm einmal erzählte, wie er mir sagte (zwischen 1939 u. 1942)
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| Dies Gedicht hat M. {Mandiargues, 1909-1991} nach einem Traum gemacht, den ich ihm einmal erzählte, wie er mir sagte (zwischen 1939 u. 1942)
 
| „Une station par André Pieyre de Mandiargues: Tu es liée sur un îlot au milieu de la mer, Un lépreux te nourrit de ses mains pourriers …“
 
| „Une station par André Pieyre de Mandiargues: Tu es liée sur un îlot au milieu de la mer, Un lépreux te nourrit de ses mains pourriers …“
 
| T 24
 
| T 24
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| zwischen 1942 u. 1950 (etwa)
 
| zwischen 1942 u. 1950 (etwa)
| „Ich versuche, meine (gestorbene) Grossmutter zu überreden, mit mir in die „Kunsthalle“ (Restaurant in Basel wo ich meine Kollegen manchmal traf) zu kommen. Sie sträubt sich, weil sie ja tot sei. …“
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| „Ich versuche, meine (gestorbene) Grossmutter zu überreden, mit mir in die 'Kunsthalle' (Restaurant in Basel wo ich meine Kollegen manchmal traf) zu kommen. Sie sträubt sich, weil sie ja tot sei. …“
 
| T 25
 
| T 25
 
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| zwischen 1942 u. 1950
 
| zwischen 1942 u. 1950
 
| „Mit meiner Grossmutter und meiner Mutter sitze ich in einem kleinen offenen Fahrzeug. Es ist aus Kunststein. …“
 
| „Mit meiner Grossmutter und meiner Mutter sitze ich in einem kleinen offenen Fahrzeug. Es ist aus Kunststein. …“
| T 25-26
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| T 25 f.
 
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| Dez. 1954
 
| Dez. 1954
| „André Breton sitzt in einer Art Loge, oder Thron. Seine Sekretärin (in Wirklichkeit hat er keine) verabschiedet sich von ihm indem sie „Kotau“ macht. …“
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| „André Breton sitzt in einer Art Loge, oder Thron. Seine Sekretärin (in Wirklichkeit hat er keine) verabschiedet sich von ihm indem sie 'Kotau' macht. …“
 
| T 33
 
| T 33
 
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| 35
 
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| Dez. 1954
 
| Dez. 1954
| „Ich sitze an langem Tisch mit meinen Pariser Freunden, von denen aber niemand deutlich ist ausser Breton und Péret. Der Tisch steht in einer weiten Landschaft, auf einer erhöhten Ebene, man sieht in der Ferne am Horizont Bergketten. …“
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| „Ich sitze an langem Tisch mit meinen Pariser Freunden, von denen aber niemand deutlich ist ausser Breton und {Benjamin} Péret {surrealistischer Autor}. Der Tisch steht in einer weiten Landschaft, auf einer erhöhten Ebene, man sieht in der Ferne am Horizont Bergketten. …“
| T 35-36
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| T 35 f.
 
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| 36
 
| 36
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| 37
 
| [Zwei weitere kleine „prophetische“ Träume]
 
| [Zwei weitere kleine „prophetische“ Träume]
| „Ich stand an einem Strom aus Blut. Weisse Vögel flogen drüber oder setzten sich auf das „Wasser“ (am andern Morgen hatte ich die Periode). Es ist Krieg. Ich gehe in einer Strasse. Als ich um die Hausecke biege, stehen vor mir drei Männer, jeder zielt mit einer Pistole auf mich. …“
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| „Ich stand an einem Strom aus Blut. Weisse Vögel flogen drüber oder setzten sich auf das 'Wasser' (am andern Morgen hatte ich die Periode). Es ist Krieg. Ich gehe in einer Strasse. Als ich um die Hausecke biege, stehen vor mir drei Männer, jeder zielt mit einer Pistole auf mich. …“
 
| T 38
 
| T 38
 
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| 1955
 
| 1955
| „Man besieht ein Bild wie eine Reliefschnitzerei (supraporta) von Marcel Duchamp. Es ist ein grosser Karton auf dem sind abgebildet: In der Mitte ein Wappen mit einem Rosenstrauss (Rrose Selavy), rechts und links gehalten von zwei Füchsen (Duchamp war rothaarig). …“
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| „Man besieht ein Bild wie eine Reliefschnitzerei (supraporta) von Marcel Duchamp. Es ist ein grosser Karton auf dem sind abgebildet: In der Mitte ein Wappen mit einem Rosenstrauss (Rrose Selavy {von Duchamp verwendetes Pseudonym}), rechts und links gehalten von zwei Füchsen (Duchamp war rothaarig). …“
 
| T 40
 
| T 40
 
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| 16. IV. 57
 
| 16. IV. 57
 
| „Komme durch eine Tür in einen grossen ebenerdigen Raum. Man bedeutet mir ruhig zu sein. Ich sehe dass ich zu einem Spiel oder einer Zeremonie gekommen bin. …“
 
| „Komme durch eine Tür in einen grossen ebenerdigen Raum. Man bedeutet mir ruhig zu sein. Ich sehe dass ich zu einem Spiel oder einer Zeremonie gekommen bin. …“
| T 42-43
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| T 42 f.
 
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| 44
 
| 2. IX. 58
 
| 2. IX. 58
| „Eine hügelige Wald- und Wiesenlandschaft. An schwach abfallender Stelle, unten durch Gebüsch abgeschlossen, sind meine Schwester, ich und einige junge Leute beschäftigt, eine „Brunnenstube“ zu bauen. …“
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| „Eine hügelige Wald- und Wiesenlandschaft. An schwach abfallender Stelle, unten durch Gebüsch abgeschlossen, sind meine Schwester, ich und einige junge Leute beschäftigt, eine 'Brunnenstube' zu bauen. …“
| T 44-45
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| T 44 f.
 
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| 17. XII. 1959
 
| 17. XII. 1959
| „Nach dem „festin“ an der surrealistischen Ausstellung [bei Cordier], das ich arrangiert hatte (der Saal mit dem Festessen auf der nackten Frau), hatte ich scheinbar Schutz nötig: Ich träume, ich gehe in ein langes weites Lodencape gekleidet über Land. …“
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| „Nach dem 'festin' an der surrealistischen Ausstellung [bei Cordier {in der Pariser Galerie Daniel Cordier}], das ich arrangiert hatte (der Saal mit dem Festessen auf der nackten Frau), hatte ich scheinbar Schutz nötig: Ich träume, ich gehe in ein langes weites Lodencape gekleidet über Land. …“
| T 45-46
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| T 45 f.
 
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| 47
 
| 47
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| 5. VII. 60
 
| 5. VII. 60
| „Ich ging bergan, war schon fast oben, eine kleine Stapfel {allemanisch für „Stufe“} kam jetzt, es lag Schnee. Ich sagte mir, das kann ja gut werden, jetzt auch noch Schnee. …“
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| „Ich ging bergan, war schon fast oben, eine kleine Stapfel {allemanisch für 'Stufe'} kam jetzt, es lag Schnee. Ich sagte mir, das kann ja gut werden, jetzt auch noch Schnee. …“
 
| T 49
 
| T 49
 
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| 15. 8. 1960
 
| 15. 8. 1960
 
| „Behelmte weisse Marmorschildkröte mit Hufeisen. Eine wunderschöne Skulptur. Sie stand aufrecht, von unten gesehn auf dem Kamin bei Alfr. Bühler, meinem Schwager, Ethnologe. …“
 
| „Behelmte weisse Marmorschildkröte mit Hufeisen. Eine wunderschöne Skulptur. Sie stand aufrecht, von unten gesehn auf dem Kamin bei Alfr. Bühler, meinem Schwager, Ethnologe. …“
| T 49-50
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| T 49 f.
 
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| 52
 
| 52
 
| 15. I. 61
 
| 15. I. 61
 
| „Ich träumte, dass ich ein Märchen geträumt habe. Ich sagte mir im Traum, es sei ja zwar gleich wie alle andern Märchen, aber ich wolle es doch aufschreiben. …“
 
| „Ich träumte, dass ich ein Märchen geträumt habe. Ich sagte mir im Traum, es sei ja zwar gleich wie alle andern Märchen, aber ich wolle es doch aufschreiben. …“
| T 50-51
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| T 50 f.
 
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| 53
 
| 53
 
| ca. 20. Januar 64
 
| ca. 20. Januar 64
| „Bin in diesen (mir in Wirklichkeit unbekannten) Räumen. Gehe an die rechte Glastüre, öffne sie, sehe dass das Meer, in hellgrünen Wellen „schon“ die Terrasse umspült. …“
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| „Bin in diesen (mir in Wirklichkeit unbekannten) Räumen. Gehe an die rechte Glastüre, öffne sie, sehe dass das Meer, in hellgrünen Wellen 'schon' die Terrasse umspült. …“
 
| T 52
 
| T 52
 
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| 22. Januar 1964
 
| 22. Januar 1964
 
| „Stehe an einer grünl. Sandsteinbalustrade. Darauf stehen zwei zylindrische Glasvasen. …“
 
| „Stehe an einer grünl. Sandsteinbalustrade. Darauf stehen zwei zylindrische Glasvasen. …“
| T 52-53
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| T 52 f.
 
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| 55
 
| 55
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| 12. II. 64
 
| 12. II. 64
 
| „Bin in eine Art Markthalle eingefahren. Gehe neben meinem weissen Pferd, das einen kleinen Wagen zieht. …“
 
| „Bin in eine Art Markthalle eingefahren. Gehe neben meinem weissen Pferd, das einen kleinen Wagen zieht. …“
| T 55-56
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| T 55 f.
 
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| 57
 
| 57
 
| 25. I. 1965
 
| 25. I. 1965
| „Marquis de Cuevas „Die Blume Lilie“ von Novalis, Giacometti-Ballettdekor u. Kostüme mit Lendenschürzen (ein anderes Thema). …“
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| „Marquis de Cuevas {Balletgruppe, gegründet von George de Cuevas (1885–1961)} 'Die Blume Lilie' von Novalis, Giacometti-Ballettdekor u. Kostüme mit Lendenschürzen (ein anderes Thema). …“
 
| T 56
 
| T 56
 
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| 27. April 1970
 
| 27. April 1970
 
| „Grosse Gitterkäfige, im obersten Abteil ein schönes Kaninchen, weiss-braun? Schon zwei- oder dreimal habe ich die Käfige nach vorn oder hinten umgekippt, um irgendetwas zu ändern, oder weiss-ich-was. …“
 
| „Grosse Gitterkäfige, im obersten Abteil ein schönes Kaninchen, weiss-braun? Schon zwei- oder dreimal habe ich die Käfige nach vorn oder hinten umgekippt, um irgendetwas zu ändern, oder weiss-ich-was. …“
| T 60-61
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| T 60 f.
 
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| 1971
 
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| „(Nach kompliziertem Traum, den ich vergessen habe). Ich sage kopfschüttelnd „Was müssen die Tiere von uns denken!…“
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| „(Nach kompliziertem Traum, den ich vergessen habe). Ich sage kopfschüttelnd 'Was müssen die Tiere von uns denken!' …“
 
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| T 62
 
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| Mitte Dez. 71 in Paris geträumt:
 
| Mitte Dez. 71 in Paris geträumt:
| „Bern, Blick von oben ins „Marzili“, zwischen den Häusern stehn einige hohe Tannen. An allen Zweigen waren grössere und kleinere Steinplatten und Steine befestigt, bis zu 10 m Länge und ca. 60 cm Breite. …“
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| „Bern, Blick von oben ins 'Marzili', zwischen den Häusern stehn einige hohe Tannen. An allen Zweigen waren grössere und kleinere Steinplatten und Steine befestigt, bis zu 10 m Länge und ca. 60 cm Breite. …“
 
| T 62-64
 
| T 62-64
 
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| Traum vom 17. März 1972 (Collage)
 
| Traum vom 17. März 1972 (Collage)
| „Einige Personen und ich betrachteten diese Collage, die wie der Traum sagte, von Marcel Duchamp gemacht worden sei. Oben, in dem auf die Spitze gestellten Quadrat, konnte man lesen: „Ça continue“ (Es geht weiter). …“
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| „Einige Personen und ich betrachteten diese Collage, die wie der Traum sagte, von Marcel Duchamp gemacht worden sei. Oben, in dem auf die Spitze gestellten Quadrat, konnte man lesen: 'Ça continue' (Es geht weiter). …“
 
| T 64
 
| T 64
 
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| 1977
 
| 1977
| „Ich habe eine mich erfreuende „Rangerhöhung“ erfahren. Ich träumte, kurz danach: Ein Mann beklagte sich mir gegenüber, dass es für ihn unbequem sei, zur Türe aus- und einzugehn, weil gleichzeitig andere Leute an ihm vorbei wollten. …“
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| „Ich habe eine mich erfreuende 'Rangerhöhung' erfahren. Ich träumte, kurz danach: Ein Mann beklagte sich mir gegenüber, dass es für ihn unbequem sei, zur Türe aus- und einzugehn, weil gleichzeitig andere Leute an ihm vorbei wollten. …“
 
| T 70
 
| T 70
 
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| 13.-14. XII. 78 (Skizze)
 
| 13.-14. XII. 78 (Skizze)
| „Unter Brücke „wie in einer Art Gelee eingelagert“ grosse Fische und Aale. Sie sind aber lebendig. …“
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| „Unter Brücke 'wie in einer Art Gelee eingelagert' grosse Fische und Aale. Sie sind aber lebendig. …“
 
| T 71
 
| T 71
 
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| 17. IV. 81
 
| 17. IV. 81
 
| „Im Halbschlaf, ein Satz: --- so klar, so hell die Mondennacht. Ich schlafe ein, ich träume, dass ich in der Wohnung an der Kramgasse bin (Bern, 1952-54), in meinem Zimmer das zwei hohe Fenster auf die Strasse hin hatte. …“
 
| „Im Halbschlaf, ein Satz: --- so klar, so hell die Mondennacht. Ich schlafe ein, ich träume, dass ich in der Wohnung an der Kramgasse bin (Bern, 1952-54), in meinem Zimmer das zwei hohe Fenster auf die Strasse hin hatte. …“
| T 72-73
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| T 72 f.
 
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| ca. 1 Woche später, 18. März 1984, Carona
 
| ca. 1 Woche später, 18. März 1984, Carona
 
| „Langer ausführlicher Traum, zu dem der vorherige wie eine Einleitung erscheint. Es handelt sich nicht nur um einen erotischen, nur die Sexualität betreffenden Traum, er hatte irgendwie – wie, weiss ich nicht – eine geistige Komponente. Ich ging nachts, schon gegen Morgen, aber es war noch finster, in Paris spazieren, kaum jemand auf der Strasse. …“
 
| „Langer ausführlicher Traum, zu dem der vorherige wie eine Einleitung erscheint. Es handelt sich nicht nur um einen erotischen, nur die Sexualität betreffenden Traum, er hatte irgendwie – wie, weiss ich nicht – eine geistige Komponente. Ich ging nachts, schon gegen Morgen, aber es war noch finster, in Paris spazieren, kaum jemand auf der Strasse. …“
| T 75-76
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| T 75 f.
 
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| 85
 
| 85
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| Rom, 2. Januar 85
 
| Rom, 2. Januar 85
| „Man muss das Wasser führen wie ein Tier: Gegen sein Schreien“. Ein eher lichter, niedriger Wald, viel Unterholz. …“
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| „'Man muss das Wasser führen wie ein Tier: Gegen sein Schreien'. Ein eher lichter, niedriger Wald, viel Unterholz. …“
 
| T 78
 
| T 78
 
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| 89
 
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| Paris, 4. V. 85
 
| Paris, 4. V. 85
| „(…) Ich halte eine zylinderförmige hölzerne Hülse in der Hand. Darin ist der zusammengeschobene Schirm („Knirps“) meiner Mutter (im Stil der 30er Jahre). …“
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| „(…) Ich halte eine zylinderförmige hölzerne Hülse in der Hand. Darin ist der zusammengeschobene Schirm ('Knirps') meiner Mutter (im Stil der 30er Jahre). …“
| T 78-79
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| T 78 f.
 
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|}
 
|}
      
==Themen, Motive und Interpretationen zu Meret Oppenheims Träumen==
 
==Themen, Motive und Interpretationen zu Meret Oppenheims Träumen==
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==Literatur==
 
==Literatur==
 
===Ausgaben===
 
===Ausgaben===
* Oppenheim, Meret: Aufzeichnungen 1928-1985. Träume. Hg. von Christiane Meyer-Thoss. Bern/Berlin: Verlag Gachnang & Springer 1986. (erste Ausgabe)
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* Oppenheim, Meret: Aufzeichnungen 1928-1985. Träume. Hg. von Christiane Meyer-Thoss. Bern, Berlin: Gachnang & Springer 1986 (Erstausgabe).
* Oppenheim, Meret: Träume. Aufzeichnungen 1928 – 1985. Hg. mit einem Nachwort von Christiane Meyer-Thoss. 2. Auflage, Berlin: Suhrkamp 2013. (zweite Ausgabe, hier verwendet und zitiert als T)
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* Oppenheim, Meret: Träume. Aufzeichnungen 1928–1985. Hg. mit einem Nachwort von Christiane Meyer-Thoss. Berlin: Suhrkamp 2. Auflage 2013; zitiert mit der Sigle T.
    
===Kontexte===
 
===Kontexte===
* Freud, Sigmund: Die Traumdeutung. 15., unveränderte. Aufl., Frankfurt am Main: Fischer 2014.
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* Freud, Sigmund: Die Traumdeutung. Frankfurt/M.: Fischer 15., unveränderte. Aufl. 2014.
 
* Jung, Carl Gustav: Traum und Traumdeutung. München: dtv 2001.
 
* Jung, Carl Gustav: Traum und Traumdeutung. München: dtv 2001.
    
===Forschungsliteratur===
 
===Forschungsliteratur===
* Baur, Simon: Meret Oppenheim. Eine Einführung. Hg. von Christian Fluri. Basel: Christoph Merian Verlag 2013.
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* Baur, Simon: Meret Oppenheim. Eine Einführung. Hg. von Christian Fluri. Basel: Merian 2013.
 
* Baur, Simon: Meret Oppenheim Geheimnisse. Eine Reise durch Leben und Werk. Zürich: Scheidegger & Spiess 2021.
 
* Baur, Simon: Meret Oppenheim Geheimnisse. Eine Reise durch Leben und Werk. Zürich: Scheidegger & Spiess 2021.
* Curiger, Bice: Meret Oppenheim. Spuren durchstandener Freiheit. 3. Aufl., Zürich: ABC 1989.
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* Curiger, Bice: Meret Oppenheim. Spuren durchstandener Freiheit. Zürich: ABC 3. Aufl. 1989.
* Helfenstein, Josef: Meret Oppenheim und der Surrealismus. Stuttgart: Verlag Gerd Hatje 1993.
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* Helfenstein, Josef: Meret Oppenheim und der Surrealismus. Stuttgart: Hatje 1993.
* Meyer-Thoss, Christiane: Editorische Notiz. In: Meret Oppenheim: Träume. Aufzeichnungen 1928 – 1985. Hg. mit einem Nachwort von Christiane Meyer-Thoss. 2. Auflage, Berlin: Suhrkamp 2013, S. 117. (Teilkapitel von T)
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* Meyer-Thoss, Christiane: Editorische Notiz. In: T 117.
* Meyer-Thoss, Christiane: Komplizin des Traums. Meret Oppenheim in ihren Traumaufzeichnungen. In: Meret Oppenheim: Träume. Aufzeichnungen 1928 – 1985. Hg. mit einem Nachwort von Christiane Meyer-Thoss. 2. Auflage, Berlin: Suhrkamp 2013, S. 85-111. (Teilkapitel von T)
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* Meyer-Thoss, Christiane: Komplizin des Traums. Meret Oppenheim in ihren Traumaufzeichnungen. In: T 85-111.  
* Meyer-Thoss, Christiane: Maskerade und Spiele der Verwandlung. In: Meret Oppenheim: „Warum ich meine Schuhe liebe“. Mode – Zeichnungen und Gedichte. Hg. und mit einem Nachwort von Christiane Meyer-Thoss. 3. Auflage, Berlin: Insel Verlag 2013b, S. 69-87.
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* Meyer-Thoss, Christiane: Maskerade und Spiele der Verwandlung. In: Meret Oppenheim: „Warum ich meine Schuhe liebe“. Mode – Zeichnungen und Gedichte. Hg. und mit einem Nachwort von Christiane Meyer-Thoss. Berlin: Insel 3. Auflage 2013b, 69-87.
* Oberhuber, Andrea: Figuration de soi et de l’Autre chez Meret Oppenheim. In : Mélusine, Nr. 33, 2013, S. 111-123.
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* Oberhuber, Andrea: Figuration de soi et de l’autre chez Meret Oppenheim. In: Mélusine 33 (2013), 111-123.
* Probst, Rudolf und Magnus Wieland (Hg.): Meret Oppenheim. Quarto. Zeitschrift des Schweizerischen Literaturarchivs, Nr. 48. Genf: Slatkine 2020.
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* Probst, Rudolf/Magnus Wieland (Hg.): Meret Oppenheim; Quarto. Zeitschrift des Schweizerischen Literaturarchivs 48 (2020).
* Schulz, Isabel: „Edelfuchs im Morgenrot“. Studien zum Werk von Meret Oppenheim. München: Verlag Silke Schreiber 1993.
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* Schulz, Isabel: „Edelfuchs im Morgenrot“. Studien zum Werk von Meret Oppenheim. München: Schreiber 1993.
* Schulz, Isabel: Die „Allmacht des Traumes“. Traum und Unbewusstes im Werk von Meret Oppenheim In: Meret Oppenheim. Retrospektive: „mit ganz enorm wenig viel“. Hg. von Therese Bhattacharya-Stettler und Matthias Frehner. Ostfildern: Hatje Cantz Verlag 2006, S. 51-62.
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* Schulz, Isabel: Die „Allmacht des Traumes“. Traum und Unbewusstes im Werk von Meret Oppenheim In: Therese Bhattacharya-Stettler/Matthias Frehner (Hg.): Meret Oppenheim. Retrospektive: „mit ganz enorm wenig viel“. Ostfildern: Hatje Cantz 2006, 51-62.
     

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