Deprecated: Use of Please install wikidiff2 to retain inline diff functionality. was deprecated in MediaWiki 1.35.0. [Called from SpecialMobileDiff::executeWhenAvailable in /data/TRAUMKULT/Lexikon-Traumkultur/extensions/MobileFrontend/includes/specials/SpecialMobileDiff.php at line 146] in /data/TRAUMKULT/Lexikon-Traumkultur/includes/debug/MWDebug.php on line 430
Änderungen – Lexikon Traumkultur

Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Zeile 27: Zeile 27:  
An dieser Stelle bricht der eigentliche Traumbericht ab. Der Erzähler nimmt abschließend die Reflexionen wieder auf, die er einleitend angestellt hatte. Damit bettet er den Traum insgesamt in einen größeren traumtheoretischen Kontext ein. Die Erzählung beginnt und endet mit einer programmatischen Einbeziehung des Lesers in das Geschehen. Am Anfang steht die provokative Frage an den Rezipienten: „Est-ce que cela ne vous a jamais tourmenté?“ (S 179). Diese wird in mehreren erneuten Leseransprachen variiert und konkretisiert. Ohne noch zu erklären, worauf sich das „cela“ bezieht, imaginiert der Erzähler seine Adressaten bei den unterschiedlichsten harmlosen Alltagstätigkeiten. Er führt dem Leser vor, wie das Wissen um Gewalt und Verbrechen in der Welt aufgrund seiner selbstvergessenen Bequemlichkeit nur bruchstückhaft in sein Bewusstsein vordringt, um dann sofort vergessen bzw. abgewehrt zu werden. Die Beispiele, die der Erzähler nennt, rücken geographisch immer näher an den Adressaten heran: von China und Japan durch Europa nach Spanien, Frankreich und schließlich bis nach Paris. Ab diesem Moment konkretisiert sich auch das zuvor unbestimmt mit „cela“ umschriebene Unheil: „Bientôt ce furent vos propres amis dont chaque jour vous apprenait l’emprisonnement, la déportation ou la mort“ (S 179). Das Bild für den isolierten, sich im Wachleben von der Wirklichkeit abschottenden Leser, dem selbst keinerlei Unheil droht, ist irritierenderweise zugleich jenes, das zu den am weitesten verbreiteten innerhalb der Ikonographie der Shoah zählt: Das angesprochene „Du“ befinde sich, so der Erzähler, in einem finsteren, verschlossenen Zugwaggon, abgedichtet gegen „les cris d’agonie de ceux dont quelque part on brûlait les pids et les mains“ (S 179).
 
An dieser Stelle bricht der eigentliche Traumbericht ab. Der Erzähler nimmt abschließend die Reflexionen wieder auf, die er einleitend angestellt hatte. Damit bettet er den Traum insgesamt in einen größeren traumtheoretischen Kontext ein. Die Erzählung beginnt und endet mit einer programmatischen Einbeziehung des Lesers in das Geschehen. Am Anfang steht die provokative Frage an den Rezipienten: „Est-ce que cela ne vous a jamais tourmenté?“ (S 179). Diese wird in mehreren erneuten Leseransprachen variiert und konkretisiert. Ohne noch zu erklären, worauf sich das „cela“ bezieht, imaginiert der Erzähler seine Adressaten bei den unterschiedlichsten harmlosen Alltagstätigkeiten. Er führt dem Leser vor, wie das Wissen um Gewalt und Verbrechen in der Welt aufgrund seiner selbstvergessenen Bequemlichkeit nur bruchstückhaft in sein Bewusstsein vordringt, um dann sofort vergessen bzw. abgewehrt zu werden. Die Beispiele, die der Erzähler nennt, rücken geographisch immer näher an den Adressaten heran: von China und Japan durch Europa nach Spanien, Frankreich und schließlich bis nach Paris. Ab diesem Moment konkretisiert sich auch das zuvor unbestimmt mit „cela“ umschriebene Unheil: „Bientôt ce furent vos propres amis dont chaque jour vous apprenait l’emprisonnement, la déportation ou la mort“ (S 179). Das Bild für den isolierten, sich im Wachleben von der Wirklichkeit abschottenden Leser, dem selbst keinerlei Unheil droht, ist irritierenderweise zugleich jenes, das zu den am weitesten verbreiteten innerhalb der Ikonographie der Shoah zählt: Das angesprochene „Du“ befinde sich, so der Erzähler, in einem finsteren, verschlossenen Zugwaggon, abgedichtet gegen „les cris d’agonie de ceux dont quelque part on brûlait les pids et les mains“ (S 179).
   −
Entscheidend für das Verständnis des Traums ist die anschließende traumtheoretische Passage, welche das Bild des „wagon plombé“ in eine andere Richtung weiterführt: In manchen besonderen Nächten gelinge es der Imagination, eine „wundersame Macht“ („un miraculeux pouvoir“; S 180) zu entfalten und im Traum Dinge vorzuführen, die sich weder beweisen oder logisch erklären, noch überhaupt rational begreifen ließen. Es handele sich hier um Träume, die Teil eines kollektiven Unbewussten seien. Auf diese Weise ließen sie den Träumer an einem Wissen teilhaben, das im Wachzustand nicht zugänglich sei („une vaste conscience diffuse, d’une sorte de conscience universelle et flottante, à laquelle il nous arrive de participer dans le sommeil, par certaines nuits favorisées“; S 180). Solche Träume, die etwas aussagen, was nicht nur jenseits des Verstandes, sondern auch jenseits der Imagination liegt, seien, so schließt der Erzähler seine Einleitung zu dem nun folgenden Traumbericht ab, eine Möglichkeit, der Isolation im verschlossenen Wagon zu entkommen: Man blicke im Traum endlich über die Böschung der Gleise hinweg und erlange Zutritt zu einer ansonsten verstellten Wahrheit.
+
Entscheidend für das Verständnis des Traums ist die anschließende traumtheoretische Passage, welche das Bild des „wagon plombé“ in eine andere Richtung weiterführt: In manchen besonderen Nächten gelinge es der Imagination, eine „wundersame Macht“ („un miraculeux pouvoir“; S 180) zu entfalten und im Traum Dinge vorzuführen, die sich weder beweisen oder logisch erklären, noch überhaupt rational begreifen ließen. Es handele sich hier um Träume, die Teil eines kollektiven Unbewussten seien. Auf diese Weise ließen sie den Träumer an einem Wissen teilhaben, das im Wachzustand nicht zugänglich sei („une vaste conscience diffuse, d’une sorte de conscience universelle et flottante, à laquelle il nous arrive de participer dans le sommeil, par certaines nuits favorisées“; S 180). Solche Träume, die etwas aussagen, was nicht nur jenseits des Verstandes, sondern auch jenseits der Imagination liegt, seien - so schließt der Erzähler seine Einleitung zu dem nun folgenden Traumbericht ab - eine Möglichkeit, der Isolation im verschlossenen Wagon zu entkommen: Man blicke im Traum endlich über die Böschung der Gleise hinweg und erlange Zutritt zu einer ansonsten verstellten Wahrheit.
   −
Vor dem Hintergrund einer solchen Traumkonzeption wird auch das, was im selben Absatz zunächst wie die Markierung einer konventionellen Traumerzählung erscheint, hochgradig ambivalent: „J’ai vu en songe des choses étranges que ni l’imagination, ni la vie inconsciente ne peuvent expliquer. Des choses qui se passaient, pendant que je les rêvais à des milles de là“ (S 180). Die „Dinge, die geschahen, während ich sie Meilen davon entfernt träumte“, erreichen damit einen ganz eigenen, autonomen Wirklichkeitsstatus: Sie existieren eben nicht nur im Traum, sondern geschehen auch außerhalb des Traums, zur selben Zeit an einem anderen Ort. Es zeigt sich also, dass „durch offenkundige Brüche in der Traumfiktion die Fiktionalität des Traums beständig angezweifelt wird. Der Gestus des ‚nur ein Traum’ wird mehrfach gebrochen und textintern hinterfragt“ (Lux 2008, 341). An die eingangs erörterte Traumkonzeption knüpft auch das Ende der Erzählung an, mit der der traumtheoretische Rahmen geschlossen wird: „Comment cela est-il survenu“?, fragt der Erzähler, nachdem sein Gedächtnis aufgrund der schockierenden Erkenntnis, die der Traum in Gang setzt, „in ein Loch gefallen ist“ (S 185). Er gibt darauf selbst die Antwort: „Comme en songe. En songe il n’y a pas de comment“ (S 186). Das Gesehene erscheint also wie ein Traum; ob es sich tatsächlich um einen solchen handelt, wird systematisch in der Schwebe gehalten bzw. explizit angezweifelt: „J’ai d’autres idées là-dessus“ (ebd.). Es geht im Traum also nicht um eine Erklärung, sondern einzig darum, eine Wahrheit anzuerkennen, die sich unauslöschlich in die Wahrnehmung des Träumers eingegraben hat. Denn was für das erzählende Ich nach dem Erwachen zurückbleibt, sind vor allem die im Traum erlebten sinnlichen Eindrücke, ein animalisch-instinkthafter Überlebenswillen und die Erkenntnis, dass die Grenzen zwischen Traum und Wachwelt unwiderruflich eingerissen sind: Der Träumer, der zu Beginn mitleidig oder entsetzt die erträumten Figuren beobachtet, lässt sich am Schluss nicht mehr unterscheiden von den leidenden und entsetzlichen Gestalten, die ihm im Traum begegnen und zulächeln. Der Träumende bleibt nicht nur auf ewig mit ihnen verbunden, sondern ist nun in der abschließenden Traumreflexion selbst einer dieser Menschen: „Maintenant j’étais un de ces hommes. Je ne le suis pas devenu. Je l’étais. Depuis toujours. Je n’étais plus ce spectateur (...). J’étais seulement un de ces hommes-là“ (S 186).
+
Vor dem Hintergrund einer solchen Traumkonzeption wird auch das, was im selben Absatz zunächst wie die Markierung einer konventionellen Traumerzählung erscheint, hochgradig ambivalent: „J’ai vu en songe des choses étranges que ni l’imagination, ni la vie inconsciente ne peuvent expliquer. Des choses qui se passaient, pendant que je les rêvais à des milles de là“ (S 180). Die „Dinge, die geschahen, während ich sie Meilen davon entfernt träumte“, erreichen damit einen ganz eigenen, autonomen Wirklichkeitsstatus: Sie existieren eben nicht nur im Traum, sondern geschehen auch außerhalb des Traums, zur selben Zeit an einem anderen Ort. Es zeigt sich also, dass „durch offenkundige Brüche in der Traumfiktion die Fiktionalität des Traums beständig angezweifelt wird. Der Gestus des ‚nur ein Traum’ wird mehrfach gebrochen und textintern hinterfragt“ (Lux 2008, 341).  
 +
 
 +
An die eingangs erörterte Traumkonzeption knüpft auch das Ende der Erzählung an, mit der der traumtheoretische Rahmen geschlossen wird: „Comment cela est-il survenu“?, fragt der Erzähler, nachdem sein Gedächtnis aufgrund der schockierenden Erkenntnis, die der Traum in Gang setzt, „in ein Loch gefallen ist“ (S 185). Er gibt darauf selbst die Antwort: „Comme en songe. En songe il n’y a pas de comment“ (S 186). Das Gesehene erscheint also wie ein Traum; ob es sich tatsächlich um einen solchen handelt, wird systematisch in der Schwebe gehalten bzw. explizit angezweifelt: „J’ai d’autres idées là-dessus“ (ebd.). Es geht im Traum also nicht um eine Erklärung, sondern einzig darum, eine Wahrheit anzuerkennen, die sich unauslöschlich in die Wahrnehmung des Träumers eingegraben hat. Denn was für das erzählende Ich nach dem Erwachen zurückbleibt, sind vor allem die im Traum erlebten sinnlichen Eindrücke, ein animalisch-instinkthafter Überlebenswillen und die Erkenntnis, dass die Grenzen zwischen Traum und Wachwelt unwiderruflich eingerissen sind: Der Träumer, der zu Beginn mitleidig oder entsetzt die erträumten Figuren beobachtet, lässt sich am Schluss nicht mehr unterscheiden von den leidenden und entsetzlichen Gestalten, die ihm im Traum begegnen und zulächeln. Der Träumende bleibt nicht nur auf ewig mit ihnen verbunden, sondern ist nun in der abschließenden Traumreflexion selbst einer dieser Menschen: „Maintenant j’étais un de ces hommes. Je ne le suis pas devenu. Je l’étais. Depuis toujours. Je n’étais plus ce spectateur [...]. J’étais seulement un de ces hommes-là“ (S 186).
    
Die Erzählung endet also mit einer vollständigen Identifikation von Traumerzähler, Träumer und geträumter Figur. Eben diese Figur, die die Grenzen zwischen Traum- und Wachwelt überschritten hat, denkt am Ende der Erzählung – gewissermaßen nochmals aus dem Traumgeschehen heraus – über all diejenigen nach, die sich nach wie vor unbeirrt und selbstverständlich außerhalb des Traums bewegen: Das gefolterte Ich wendet sich im letzten Absatz in seiner Agonie an die Leser, die der Erzähler zu Beginn des Textes angesprochen hatte. Seine Gewissheit, dass diese sich nicht vor dem Grauen verschließen werden, sondern von der Existenz der Leidenden wissen, dass sie an die Gequälten denken (wobei die französische Formulierung „songer“ ebenso gut meinen könnte, dass sie von ihnen träumen) und ihnen ab und zu ein Schärflein Sorge („l’obole d’un souci“; S 186) zukommen lassen, entlockt ihm ein Lächeln. Mit dieser verzweifelten Wendung der Deportierten an ein kollektives „nous“ erklärt der letzte Satz also rückwirkend auch das rätselhafte Lächeln der Figuren im Traum.
 
Die Erzählung endet also mit einer vollständigen Identifikation von Traumerzähler, Träumer und geträumter Figur. Eben diese Figur, die die Grenzen zwischen Traum- und Wachwelt überschritten hat, denkt am Ende der Erzählung – gewissermaßen nochmals aus dem Traumgeschehen heraus – über all diejenigen nach, die sich nach wie vor unbeirrt und selbstverständlich außerhalb des Traums bewegen: Das gefolterte Ich wendet sich im letzten Absatz in seiner Agonie an die Leser, die der Erzähler zu Beginn des Textes angesprochen hatte. Seine Gewissheit, dass diese sich nicht vor dem Grauen verschließen werden, sondern von der Existenz der Leidenden wissen, dass sie an die Gequälten denken (wobei die französische Formulierung „songer“ ebenso gut meinen könnte, dass sie von ihnen träumen) und ihnen ab und zu ein Schärflein Sorge („l’obole d’un souci“; S 186) zukommen lassen, entlockt ihm ein Lächeln. Mit dieser verzweifelten Wendung der Deportierten an ein kollektives „nous“ erklärt der letzte Satz also rückwirkend auch das rätselhafte Lächeln der Figuren im Traum.
Zeile 43: Zeile 45:  
Bemerkenswert ist zudem, dass die Reaktion des Träumers auf seine Wahrnehmungen mit einer kritischen Reflexion derselben einhergeht: Das verzweifelte Bemühen der Traumgestalt, trotz verstümmelter Zunge zu sprechen, wird nicht nur als unerträglich empfunden, sondern auch als pathetisch beurteilt. Damit eröffnet der Traum zugleich eine poetologische Dimension: Es geht innerhalb der Beschreibung des Geschehens auch um die grundsätzliche Frage, wie sich die „catastrophe inexplicable“ (S 182) beschreiben lässt, ja ob sie überhaupt darstellbar ist, ohne sie durch Pathos oder Groteske unglaubwürdig zu machen (Canovas 1999, 423). Denn die versengte Zunge, die die Kommunikation der Erfahrung verhindert, weil sie sich verkrampft, einrollt und verhärtet, aber auch die wie zerfetzte Zungen vom Himmel herabhängenden Stoffbahnen, die ein Durchdringen kaum zulassen, sind im Text direkt mit dem Problem des Mitteilens verbunden. Hinzu kommt, dass das französische „langue“ (S 180, 181) sowohl das Sprechorgan als auch die Sprache selbst meint. Nadja Lux hat darüber hinaus gezeigt, dass sich die Versuche, das Erlebte zu kommunizieren, auch nonverbal, d.h. durch Gesten und Mimik, vollziehen. Gerade an solchen Stellen der Erzählung wird deutlich, wie die sich die Erkenntnis des Erzählers vollzieht (Lux 2008, 350): von der anfänglich verstellten Sicht durch die vernebelte Umgebung über die schlichte Verleugnung des Gezeigten („Je ne vois rien“; S 181) und Momente blitzartigen Zulassens des Unvorstellbaren verläuft der Prozess weiter über ein Sich-Lichten des Nebels, Schock, Abwehr und anschließende erneute Hinwendung zu den Tatsachen bis hin zur vollständigen Identifikation und einer dezidierten Aufforderung zur Solidarität.
 
Bemerkenswert ist zudem, dass die Reaktion des Träumers auf seine Wahrnehmungen mit einer kritischen Reflexion derselben einhergeht: Das verzweifelte Bemühen der Traumgestalt, trotz verstümmelter Zunge zu sprechen, wird nicht nur als unerträglich empfunden, sondern auch als pathetisch beurteilt. Damit eröffnet der Traum zugleich eine poetologische Dimension: Es geht innerhalb der Beschreibung des Geschehens auch um die grundsätzliche Frage, wie sich die „catastrophe inexplicable“ (S 182) beschreiben lässt, ja ob sie überhaupt darstellbar ist, ohne sie durch Pathos oder Groteske unglaubwürdig zu machen (Canovas 1999, 423). Denn die versengte Zunge, die die Kommunikation der Erfahrung verhindert, weil sie sich verkrampft, einrollt und verhärtet, aber auch die wie zerfetzte Zungen vom Himmel herabhängenden Stoffbahnen, die ein Durchdringen kaum zulassen, sind im Text direkt mit dem Problem des Mitteilens verbunden. Hinzu kommt, dass das französische „langue“ (S 180, 181) sowohl das Sprechorgan als auch die Sprache selbst meint. Nadja Lux hat darüber hinaus gezeigt, dass sich die Versuche, das Erlebte zu kommunizieren, auch nonverbal, d.h. durch Gesten und Mimik, vollziehen. Gerade an solchen Stellen der Erzählung wird deutlich, wie die sich die Erkenntnis des Erzählers vollzieht (Lux 2008, 350): von der anfänglich verstellten Sicht durch die vernebelte Umgebung über die schlichte Verleugnung des Gezeigten („Je ne vois rien“; S 181) und Momente blitzartigen Zulassens des Unvorstellbaren verläuft der Prozess weiter über ein Sich-Lichten des Nebels, Schock, Abwehr und anschließende erneute Hinwendung zu den Tatsachen bis hin zur vollständigen Identifikation und einer dezidierten Aufforderung zur Solidarität.
   −
Ein weiteres Verfahren, sich der Darstellung des Undarstellbaren anzunähern, liegt in der sprachlich-erzählerischen Anlehnung an bekannte Vorgängertexte. Solche Texte liefern epochenübergreifende Erzählmodelle und rhetorische Muster für die ästhetische Darstellung von Gewalterfahrung. Lux nennt hier in erster Linie „klassische Intertexte des Schreckens“ wie Dantes ''Divina Commedia'', Shakespeares ''Hamlet'' und die Ästhetik der Dekadenzliteratur (Lux 2008, 352). Hinzuzufügen wären wohl noch die Passionsgeschichte des Neuen Testaments (vgl. „porter sa croix“; S 183) und die auffällige Totentanz-Motivik, von der die gesamte Traumerzählung durchzogen ist und die sich auch im bildkünstlerischen Werk Vercors’ mehrfach findet. Das literarische Verfahren des Autors wäre mit Nadja Lux als "asymptotisches Erzählen" der Shoah zu bezeichnen: Es bewegt sich zwischen den beiden Extremen der mimetischen Repräsentation und der traumhaften Verfremdung des Geschehens. Im Bewusstsein der Unmöglichkeit des treffenden Ausdrucks, wird gleichwohl eine möglichst weitgehende sprachliche Annäherung versucht. Vercors’ Traumerzählung wäre damit eine ästhetische Antwort „auf das Dilemma zwischen dem Unvermögen der Darstellung und dem gleichzeitig als moralische Pflicht empfundenen Zeugnisgebot“ (Lux 2008, 358).
+
Ein weiteres Verfahren, sich der Darstellung des Undarstellbaren anzunähern, liegt in der sprachlich-erzählerischen Anlehnung an bekannte Vorgängertexte. Solche Texte liefern epochenübergreifende Erzählmodelle und rhetorische Muster für die ästhetische Darstellung von Gewalterfahrung. Lux nennt hier in erster Linie „klassische Intertexte des Schreckens“ wie Dantes ''Divina Commedia'', Shakespeares ''Hamlet'' und die Ästhetik der Dekadenzliteratur (Lux 2008, 352). Hinzuzufügen wären wohl noch die Passionsgeschichte des Neuen Testaments (vgl. „porter sa croix“; S 183) und die auffällige Totentanz-Motivik, von der die gesamte Traumerzählung durchzogen ist und die sich auch im bildkünstlerischen Werk Vercors’ mehrfach findet. Das literarische Verfahren des Autors wäre mit Nadja Lux als "asymptotisches Erzählen" der Shoah zu bezeichnen: Es bewegt sich zwischen den beiden Extremen der mimetischen Repräsentation und der traumhaften Verfremdung des Geschehens. Im Bewusstsein der Unmöglichkeit des treffenden Ausdrucks wird gleichwohl eine möglichst weitgehende sprachliche Annäherung versucht. Vercors’ Traumerzählung wäre damit eine ästhetische Antwort „auf das Dilemma zwischen dem Unvermögen der Darstellung und dem gleichzeitig als moralische Pflicht empfundenen Zeugnisgebot“ (Lux 2008, 358).
      Zeile 51: Zeile 53:  
Als eine der frühesten literarischen Auseinandersetzungen mit der Shoah ist die Traumerzählung Vercors’ in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich. An der ästhetischen Gestaltung des Textes sowie anhand des Publikationskontextes lassen sich mögliche Funktionen ästhetischer Traumfingierung für eine Wirklichkeit erkennen, die an die Grenzen des Darstellbaren stößt.
 
Als eine der frühesten literarischen Auseinandersetzungen mit der Shoah ist die Traumerzählung Vercors’ in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich. An der ästhetischen Gestaltung des Textes sowie anhand des Publikationskontextes lassen sich mögliche Funktionen ästhetischer Traumfingierung für eine Wirklichkeit erkennen, die an die Grenzen des Darstellbaren stößt.
   −
Die traumtheoretische Reflexion der Einleitung nimmt zunächst einmal Bezug auf das Konzept des Unanimismus, das im Frankreich der ersten Jahrhunderthälfte besonders von Jules Romains in seiner ''Petite introduction à l’unanimisme'' (Romains 1933) vertreten wurde. Dieser Ansatz weist gewisse Überschneidungen mit C. J. Jungs Idee eines kollektiven Unbewussten auf, das Jung insbesondere im Zusammenhang mit dem Phänomen des Träumens entwickelt (Jung 1990, v.a. 7-67). Im Traum, so der Erzähler, sei es dem Träumer möglich, eine kollektive Verbindung mit der ‚Weltseele’ einzugehen und damit an einem überindividuellen Wissen teilzuhaben. Aus dieser Vorstellung resultiert zum einen der erzählerische Appell an kollektive Solidarität, die programmatisch einem egozentrischen Individualismus entgegen gesetzt wird. Zum anderen dient der Verweis auf die kollektive Dimension des Träumens dazu, „individualpsychologische Deutungsversuche im Hinblick auf das narrative Ich“ von vornherein auszuschließen (Lux 2008, 337). Damit wird auch dem Traumgeschehen selbst eine kollektive Relevanz zugesprochen. Darüber hinaus wird durch den Bezug auf das unanimistische Konzept die These vertreten, dass der Traum zwar jenseits des logisch Erklärlichen, des rational Fassbaren und des faktisch Beweisbaren liegt. Dennoch kann man sich seinem Wahrheitsgehalt nicht entziehen. Daraus ergeben sich für den Träumer unmittelbare Konsequenzen in der Wachwelt; nämlich das Gebot, dem Weltgeschehen nicht teilnahmslos gegenüber zu stehen.
+
Die traumtheoretische Reflexion der Einleitung nimmt zunächst einmal Bezug auf das Konzept des Unanimismus, das im Frankreich der ersten Jahrhunderthälfte besonders von Jules Romains in seiner ''Petite introduction à l’unanimisme'' (Romains 1933) vertreten wurde. Dieser Ansatz weist gewisse Überschneidungen mit C.G. Jungs Idee eines kollektiven Unbewussten auf, das dieser insbesondere im Zusammenhang mit dem Phänomen des Träumens entwickelt (Jung 1990, v.a. 7-67). Im Traum, so der Erzähler, sei es dem Träumer möglich, eine kollektive Verbindung mit der ‚Weltseele’ einzugehen und damit an einem überindividuellen Wissen teilzuhaben. Aus dieser Vorstellung resultiert zum einen der erzählerische Appell an kollektive Solidarität, die programmatisch einem egozentrischen Individualismus entgegen gesetzt wird. Zum anderen dient der Verweis auf die kollektive Dimension des Träumens dazu, „individualpsychologische Deutungsversuche im Hinblick auf das narrative Ich“ von vornherein auszuschließen (Lux 2008, 337). Damit wird auch dem Traumgeschehen selbst eine kollektive Relevanz zugesprochen. Darüber hinaus wird durch den Bezug auf das unanimistische Konzept die These vertreten, dass der Traum zwar jenseits des logisch Erklärlichen, des rational Fassbaren und des faktisch Beweisbaren liegt. Dennoch kann man sich seinem Wahrheitsgehalt nicht entziehen. Daraus ergeben sich für den Träumer unmittelbare Konsequenzen in der Wachwelt - nämlich das Gebot, dem Weltgeschehen nicht teilnahmslos gegenüber zu stehen.
   −
Diese solidarisierende Wirkung spricht Vercors freilich nicht nur dem Traum, sondern auch der Literatur zu: Angesichts des nationalsozialistischen Grauens müsse das Unrecht mittels der Erzählung „in die Welt hinaus geschrien“ werden (Vercors, zit. nach Riffaud 2002, X). Dies auf Umwegen – in Form einer Traumerzählung – zu tun, schützt in Zeiten politischen Terrors nicht nur Autor und Leser vor Verfolgung. Die Inszenierung nicht nachprüfbarer Fakten als Traum dient, über die von Vercors deklarierte ‚Schonung’ der Hinterbliebenen hinaus, auch dazu, die Entscheidung über die Wahrheit des Berichteten an den Adressaten zu delegieren. Frédéric Canovas geht in seiner Interpretation noch einen Schritt weiter: Das Grauen würde vom Leser eher zugelassen, wenn dieser sich im Glauben wiegen könne, dass es nur geträumt sei (Canovas 1999, 343). Nadja Lux hält dem entgegen, dass gerade die Offenheit und Uneindeutigkeit der Erzählung zu deren Glaubwürdigkeit beitragen. „In der Traumfiktion konnte, im Rückgriff auf die Gattungstradition, das Unvorstellbare in den Mantel des bloß Imaginären gehüllt werden. So war es möglich, die Grenzen des Plausiblen, Wahrscheinlichen zu transzendieren“ (Lux 2008, 332). Der Effekt des Grauens, der durch den Rekurs auf die tradierte Bildersprache des Angst- oder Alptraums erzielt wird, kann jedenfalls durchaus als kalkuliert gelten. Unstrittig ist weiterhin, dass der Traum auch „auf die traumatische Befangenheit“ zurückzuführen ist, „die sich der Wiedergabe des Erlebten oder auch nur Berichteten in den Weg stellte. Mithilfe der Traumdarstellung wird auch der eigene Erkenntnisprozess (...) nachvollzogen“ (Lux 2008, 356).
+
Diese solidarisierende Wirkung spricht Vercors freilich nicht nur dem Traum, sondern auch der Literatur zu: Angesichts des nationalsozialistischen Grauens müsse das Unrecht mittels der Erzählung „in die Welt hinaus geschrien“ werden (Vercors, zit. nach Riffaud 2002, X). Dies auf Umwegen – in Form einer Traumerzählung – zu tun, schützt in Zeiten politischen Terrors nicht nur Autor und Leser vor Verfolgung. Die Inszenierung nicht nachprüfbarer Fakten als Traum dient, über die von Vercors deklarierte ‚Schonung’ der Hinterbliebenen hinaus, auch dazu, die Entscheidung über die Wahrheit des Berichteten an den Adressaten zu delegieren. Frédéric Canovas geht in seiner Interpretation noch einen Schritt weiter: Das Grauen würde vom Leser eher zugelassen, wenn dieser sich im Glauben wiegen könne, dass es nur geträumt sei (Canovas 1999, 343). Nadja Lux hält dem entgegen, dass gerade die Offenheit und Uneindeutigkeit der Erzählung zu deren Glaubwürdigkeit beitragen. „In der Traumfiktion konnte, im Rückgriff auf die Gattungstradition, das Unvorstellbare in den Mantel des bloß Imaginären gehüllt werden. So war es möglich, die Grenzen des Plausiblen, Wahrscheinlichen zu transzendieren“ (Lux 2008, 332). Der Effekt des Grauens, der durch den Rekurs auf die tradierte Bildersprache des Angst- oder Alptraums erzielt wird, kann jedenfalls durchaus als kalkuliert gelten. Unstrittig ist weiterhin, dass der Traum auch „auf die traumatische Befangenheit“ zurückzuführen ist, „die sich der Wiedergabe des Erlebten oder auch nur Berichteten in den Weg stellte. Mithilfe der Traumdarstellung wird auch der eigene Erkenntnisprozess [...] nachvollzogen“ (Lux 2008, 356).
    
Dem Traum-Ich kommt damit die wichtige Funktion eines Stellvertreters zu; und dies in zweifacher Hinsicht: Zum einen wird der Träumer zum Sprachrohr für diejenigen, die – wie die Traumgestalten im Text – über keine eigene Stimme verfügen. Zum anderen vermittelt er dem angesprochenen Leser den Bewusstwerdungsprozesses im Durchqueren der Alptraumlandschaft buchstäblich schrittweise. Die Vermittlungsposition, die der Traum hier einnimmt, verweist zugleich auf das grundsätzliche Problem der Mitteilbarkeit und der Darstellbarkeit der Shoah. Während den Figuren im Traum selbst die Sprache versagt, nähert sich die Traumsprache des Erzählers dem Grauen an, indem es eben das Ringen um eine angemessene Sprache und die nachhaltige Beschädigung des Vorstellungsvermögens bildlich vor Augen führt.
 
Dem Traum-Ich kommt damit die wichtige Funktion eines Stellvertreters zu; und dies in zweifacher Hinsicht: Zum einen wird der Träumer zum Sprachrohr für diejenigen, die – wie die Traumgestalten im Text – über keine eigene Stimme verfügen. Zum anderen vermittelt er dem angesprochenen Leser den Bewusstwerdungsprozesses im Durchqueren der Alptraumlandschaft buchstäblich schrittweise. Die Vermittlungsposition, die der Traum hier einnimmt, verweist zugleich auf das grundsätzliche Problem der Mitteilbarkeit und der Darstellbarkeit der Shoah. Während den Figuren im Traum selbst die Sprache versagt, nähert sich die Traumsprache des Erzählers dem Grauen an, indem es eben das Ringen um eine angemessene Sprache und die nachhaltige Beschädigung des Vorstellungsvermögens bildlich vor Augen führt.
Zeile 59: Zeile 61:       −
<div style="text-algin: right;">[[Autoren|SG]]</div>
+
<div style="text-align: right;">[[Autoren|Christiane Solte-Gresser]]</div>
 
      
==Literatur==
 
==Literatur==
Zeile 66: Zeile 67:  
===Ausgaben / Quellen===
 
===Ausgaben / Quellen===
   −
* Vercors [Bruller, Jean Marcel]: Le Songe. In: Traits (ohne Nummerierung und Seitenzahlen). 14. Juli 1944.
+
* Vercors [Jean Marcel Bruller]: Le Songe. In: Traits 14. Juli 1944 (ohne Nummerierung und Seitenzahlen).
 
(= illegal in der Schweiz gedruckte Erstausgabe).
 
(= illegal in der Schweiz gedruckte Erstausgabe).
   −
* Vercors [Bruller, Jean Marcel]: Le Songe. In: Les Lettres Françaises (ohne Nummerierung und Seitenzahlen, erste nicht mehr im Untergrund entstandene Ausgabe der Zeitschrift seit 1942). 16. September 1944.
+
* Vercors [Jean Marcel Bruller]: Le Songe. In: Les Lettres Françaises 16. September 1944 (ohne Nummerierung und Seitenzahlen, erste nicht mehr im Untergrund entstandene Ausgabe der Zeitschrift seit 1942).
 
(= illegal in Frankreich gedruckte Erstausgabe).
 
(= illegal in Frankreich gedruckte Erstausgabe).
   −
* Vercors [Bruller, Jean Marcel]: Le Songe. 43 Seiten. Paris: Minuit 1945.
+
* Vercors [Jean Marcel Bruller]: Le Songe. Paris: Minuit 1945 (43 Seiten).
 
(= erste selbständige Veröffentlichung).
 
(= erste selbständige Veröffentlichung).
   −
* Vercors [Bruller, Jean Marcel]: Le Songe. In: ders.: Le silence de la mer et autres récits. Paris: Albin Michel 1988.
+
* Vercors [Jean Marcel Bruller]: Le Songe. In: Ders.: Le silence de la mer et autres récits. Paris: Albin Michel 1988.
 
(= Taschenbuchausgabe).
 
(= Taschenbuchausgabe).
   −
* Vercors [Bruller, Jean Marcel]: Le silence de la mer et autres œuvres. Hg. von Alain Riffaud. Paris: Omnibus 2002.
+
* Vercors [Jean Marcel Bruller]: Le silence de la mer et autres œuvres. Hg. von Alain Riffaud. Paris: Omnibus 2002.
 
(= Gesamtausgabe).
 
(= Gesamtausgabe).
   −
* Vercors [Bruller, Jean Marcel]: Le Songe. In: ders.: Le silence de la mer et autres œuvres. Hg. von Alain Riffaud. Paris: Omnibus 2002, 177-186. (Nouvelles de la guerre et de la Résistance, 99-291)
+
* Vercors [Jean Marcel Bruller]: Le Songe. In: Ders.: Le silence de la mer et autres œuvres. Hg. von Alain Riffaud. Paris: Omnibus 2002, 177-186 (Nouvelles de la guerre et de la Résistance, 99-291).
 
(= zitierte Ausgabe; zitiert als S).
 
(= zitierte Ausgabe; zitiert als S).
   −
* Vercors [Bruller, Jean Marcel]: Der Traum. In: ders.: Waffen der Nacht. Drei Erzählungen. Übers. von Kurt Stern. Berlin: Aufbau 1949, 143-159.  
+
* Vercors [Jean Marcel Bruller]: Der Traum. In: Ders.: Waffen der Nacht. Drei Erzählungen. Übers. von Kurt Stern. Berlin: Aufbau 1949, 143-159.  
 
(= deutsche Übersetzung).
 
(= deutsche Übersetzung).
   Zeile 90: Zeile 91:  
Weitere traum-spezifische Arbeit von Vercors:
 
Weitere traum-spezifische Arbeit von Vercors:
   −
* Vercors [Bruller, Jean Marcel]: Ce que tout rêveur doit savoir de la méthode psychanalytique d’interprétation des rêves; suivi d’une nouvelle clé des songes avec 20 aquarelles de l’auteur représentant les rêves typiques. Paris: Creuzevault 1934 (= Album über die ironische Auseinandersetzung mit der Freud’schen Traumdeutung).
+
* Vercors [Jean Marcel Bruller]: Ce que tout rêveur doit savoir de la méthode psychanalytique d’interprétation des rêves; suivi d’une nouvelle clé des songes avec 20 aquarelles de l’auteur représentant les rêves typiques. Paris: Creuzevault 1934 (= Album über die ironische Auseinandersetzung mit der Freud’schen Traumdeutung).
      Zeile 103: Zeile 104:  
* Cesbron, Georges und Gérard Jacquin (Hg.): Vercors et son œuvre (Actes du colloque, Université d’Angers, Mai 1995). Paris: L’Harmattan 1999.
 
* Cesbron, Georges und Gérard Jacquin (Hg.): Vercors et son œuvre (Actes du colloque, Université d’Angers, Mai 1995). Paris: L’Harmattan 1999.
   −
* Dufiet, Jean Paul: Novembre 1943, Le Songe de Vercors. La littérature et la camp de concentration nazi. In: Roman 20-50 28 (1999), 115-127.
+
* Dufiet, Jean Paul: Novembre 1943, ''Le Songe'' de Vercors. La littérature et la camp de concentration nazi. In: Roman 20-50 28 (1999), 115-127.
    
* Frankl, Viktor E.: Trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager. München: dtv 1988.
 
* Frankl, Viktor E.: Trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager. München: dtv 1988.
Zeile 109: Zeile 110:  
* Heddrich, Gesine: Deutschland und Frankreich als Hetero- und Auto-Image während der Zeit der Occupation im Zweiten Weltkrieg am Beispiel der Schriftsteller Vercors (Jean Bruller) und Robert Brasillach. Frankfurt/M. u.a.: Peter Lang 1997.
 
* Heddrich, Gesine: Deutschland und Frankreich als Hetero- und Auto-Image während der Zeit der Occupation im Zweiten Weltkrieg am Beispiel der Schriftsteller Vercors (Jean Bruller) und Robert Brasillach. Frankfurt/M. u.a.: Peter Lang 1997.
   −
* Herzfeld, Claude: Le Songe ou la mort en situation. In: Cesbron/Jacquin, 409-416.
+
* Herzfeld, Claude: ''Le Songe'' ou la mort en situation. In: Cesbron/Jacquin, 409-416.
    
* Isenschmid, Andreas: Peter Szondi. Portrait des Literaturwissenschaftlers als junger Mann. In: Dieter Burdorf/Nicolas Berg (Hg.): Textgelehrte. Literaturwissenschaft und literarisches Wissen im Umkreis der Kritischen Theorie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 389-408.
 
* Isenschmid, Andreas: Peter Szondi. Portrait des Literaturwissenschaftlers als junger Mann. In: Dieter Burdorf/Nicolas Berg (Hg.): Textgelehrte. Literaturwissenschaft und literarisches Wissen im Umkreis der Kritischen Theorie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 389-408.
   −
* Jung, Carl Gustav: Traum und Traumdeutung (= C. G. Jung-Taschenbuch-Gesamtausgabe in elf Bänden, Bd. 4), München: dtv 1990.
+
* Jung, Carl Gustav: Traum und Traumdeutung. München: dtv 1990 (= C. G. Jung-Taschenbuch-Gesamtausgabe in elf Bänden, Bd. 4).
    
* Kidd, William: Vercors – Writing the Unspeakable: From ''Le Silence de la mer'' (1942) to ''La puissance du jour'' (1951). In: Helmut Peitsch u.a. (Hg.): European Memories of the Second World War. New York, Oxford: Berghahn 1999, 46-54.
 
* Kidd, William: Vercors – Writing the Unspeakable: From ''Le Silence de la mer'' (1942) to ''La puissance du jour'' (1951). In: Helmut Peitsch u.a. (Hg.): European Memories of the Second World War. New York, Oxford: Berghahn 1999, 46-54.
Zeile 132: Zeile 133:  
[http://vercorsecrivain.pagesperso-orange.fr Vercors. Un Ecrivain.]
 
[http://vercorsecrivain.pagesperso-orange.fr Vercors. Un Ecrivain.]
    +
 +
 +
{| style="border: 1px solid #98A7C4; background-color: #ffffff; border-left: 20px solid #98A7C4; margin-bottom: 0.4em; margin-left: auto; margin-right: auto; width: 100%;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="5"
 +
|-
 +
||
 +
Zitiervorschlag für diesen Artikel:
 +
 +
Solte-Gresser, Christiane: "Le Songe" (Vercors, d.i. Jean Bruller). In: Lexikon Traumkultur. Ein Wiki des Graduiertenkollegs "Europäische Traumkulturen", 2016; http://traumkulturen.uni-saarland.de/Lexikon-Traumkultur/index.php?title=%22Le_Songe%22_(Vercors,_d.i._Jean_Bruller) .
 +
 +
|}
       
[[Kategorie:20. Jahrhundert]]
 
[[Kategorie:20. Jahrhundert]]
 
[[Kategorie:Nachkriegszeit]]
 
[[Kategorie:Nachkriegszeit]]
[[Kategorie:Französischsprachig]]
+
[[Kategorie:Französisch]]
 
[[Kategorie:Frankreich]]
 
[[Kategorie:Frankreich]]
 
[[Kategorie:Literatur]]
 
[[Kategorie:Literatur]]

Navigationsmenü