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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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[[Datei:Portrait_Hervey_de_Saint-Denys.jpg|right|frame|link=|180px|Marie Jean Léon Lecoq d'Hervey de Saint-Denys]]Mit dem 1867 veröffentlichten Werk ''Les rêves et les moyens de les diriger. Observations pratiques'' (Träume und Wege, sie zu steuern. Praktische Beobachtungen) des Traumforschers Marie Jean Léon Lecoq d’Hervey de Saint-Denys (1822-1892) beginnt die systematische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Klartraums (Holzinger 1997, 32), der sich dadurch auszeichnet, dass der Träumer sich des Träumens bewusst ist und lernen kann, seinen eigenen Traum zu beeinflussen. Durch die Schilderung von 120 eigenen Träumen und zahlreichen Träumen von Freunden wie Bekannten gehört das Buch dem Genre der sogenannten „livres de rêves savants“ an, deren Autoren im Frankreich des 19. Jahrhunderts darauf abzielen, anhand von meist persönlichen Traumerfahrungen eine Physiologie beziehungsweise Psychologie des Traums zu erarbeiten (Carroy 2013, 54). Aufgrund des hohen Anschaffungspreises (7,50 Francs) richtete es sich in erster Linie an eine wohlhabende, gebildete, aber aufgrund des populärwissenschaftlichen Schreibstils nicht zwingend gelehrte Leserschaft (ebd., 56 u 58).
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[[Datei:Saint-Denys Portrait.png|thumb|right|212x264px|Marie Jean Léon Lecoq d'Hervey de Saint-Denys]] Mit dem 1867 veröffentlichten Werk ''Les rêves et les moyens de les diriger. Observations pratiques'' (Träume und Wege, sie zu steuern. Praktische Beobachtungen) des Traumforschers Marie Jean Léon Lecoq d’Hervey de Saint-Denys (1822-1892) beginnt die systematische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Klartraums (Holzinger 1997, 32), der sich dadurch auszeichnet, dass der Träumer sich des Träumens bewusst ist und lernen kann, seinen eigenen Traum zu beeinflussen. Durch die Schilderung von 120 eigenen Träumen und zahlreichen Träumen von Freunden wie Bekannten gehört das Buch dem Genre der sogenannten „livres de rêves savants“ an, deren Autoren im Frankreich des 19. Jahrhunderts darauf abzielen, anhand von meist persönlichen Traumerfahrungen eine Physiologie beziehungsweise Psychologie des Traums zu erarbeiten (Carroy 2013, 54). Aufgrund des hohen Anschaffungspreises (7,50 Francs) richtete es sich in erster Linie an eine wohlhabende, gebildete, aber aufgrund des populärwissenschaftlichen Schreibstils nicht zwingend gelehrte Leserschaft (ebd., 56 u 58).
 
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==Autor==
 
==Autor==
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===Aufbau und Methode===
 
===Aufbau und Methode===
 
====Frontispiz====
 
====Frontispiz====
[[Datei:Frontispiz_Les_rêves_et_les_moyens_de_les_diriger.jpg|right|frame|link=|180px|Frontispiz Les rêves et les moyens de les diriger (1867)]]Das Frontispiz von ''Les rêves et les moyens de les diriger'' (1867) spiegelt bereits dessen Thematik wider. Die sechs kleinen Abbildungen im unteren Teil des Frontispizes zeigen hypnagoge Bilder, die Hervey seinen Aufzeichnungen entnommen hat (RMD 421 f.). Als Vorhut des Traums leiten die hypnagogen, beim Einschlafen eintretenden Halluzinationen direkt in einen Traum über, der in der oberen Hälfte abgebildet ist (RMD 421). Dabei handelt es sich um einen der Träume, die durch Zuführen externer Reize (in diesem Fall zweier auf das Kopfkissen getröpfelter Parfums) in eine bestimmte Richtung gelenkt worden waren (RMD 380 f.).
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[[Datei:Saint-Denys Frontispiz.jpg|thumb|right|195x327px|Frontispiz Les rêves et les moyens de les diriger (1867)]] Das Frontispiz von ''Les rêves et les moyens de les diriger'' (1867) spiegelt bereits dessen Thematik wider. Die sechs kleinen Abbildungen im unteren Teil des Frontispizes zeigen hypnagoge Bilder, die Hervey seinen Aufzeichnungen entnommen hat (RMD 421 f.). Als Vorhut des Traums leiten die hypnagogen, beim Einschlafen eintretenden Halluzinationen direkt in einen Traum über, der in der oberen Hälfte abgebildet ist (RMD 421). Dabei handelt es sich um einen der Träume, die durch Zuführen externer Reize (in diesem Fall zweier auf das Kopfkissen getröpfelter Parfums) in eine bestimmte Richtung gelenkt worden waren (RMD 380 f.).
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Mithilfe seiner Traumstudie beabsichtigt Hervey de Saint-Denys, die von ihm entwickelte Kunst des guten Träumens an seine Leser weiterzugeben, wie schon der Untertitel ''Observations pratiques'' verdeutlicht. Die Leserschaft soll jedoch nicht nur weitergebildet, sondern auch unterhalten werden und bei der Lektüre des stilistisch anspruchsvollen Werkes einen ästhetischen Genuss verspüren (Carroy 2013, 59). Herveys anekdotenhafte, in populärwissenschaftlichem Stil verfasste Traumstudie erhebt demnach durchaus einen künstlerischen Anspruch und besitzt eine innere Logik, ohne jedoch der strengen Struktur eines wissenschaftlichen Lehrbuchs unterworfen zu sein (Carroy 2013, 59). Der Autor ist vielmehr bestrebt, einen Mittelweg zwischen einer literarischen Neuerfindung seiner Träume und einer detailgenauen wissenschaftlichen Transkription derselben zu finden und riskiert dabei, ebenso wie im Falle seiner Übersetzungen, der mangelnden Präzision und Authentizität beschuldigt zu werden (ebd., 61 f.).
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Mithilfe seiner Traumstudie beabsichtigt Hervey de Saint-Denys, die von ihm entwickelte Kunst des guten Träumens an seine Leser weiterzugeben (Carroy 2013, 56), wie schon der Untertitel ''Observations pratiques'' verdeutlicht. Die Leserschaft soll jedoch nicht nur weitergebildet, sondern auch unterhalten werden und bei der Lektüre des stilistisch anspruchsvollen Werkes einen ästhetischen Genuss verspüren (Carroy 2013, 59). Herveys anekdotenhafte, in populärwissenschaftlichem Stil verfasste Traumstudie erhebt demnach durchaus einen künstlerischen Anspruch und besitzt eine innere Logik, ohne jedoch der strengen Struktur eines wissenschaftlichen Lehrbuchs unterworfen zu sein (Carroy 2013, 59). Der Autor ist vielmehr bestrebt, einen Mittelweg zwischen einer literarischen Neuerfindung seiner Träume und einer detailgenauen wissenschaftlichen Transkription derselben zu finden und riskiert dabei, ebenso wie im Falle seiner Übersetzungen, der mangelnden Präzision und Authentizität beschuldigt zu werden (ebd., 61 f.).
    
====Werkstruktur====
 
====Werkstruktur====
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====Methode====
 
====Methode====
Im 19. Jahrhundert war Schlaf- und Traumforschung ein Bereich, dem sich sowohl Spezialisten aus der Medizin, der Philosophie etc. als auch interessierte Laien mit Kompetenzen in anderen Bereichen widmeten (Carroy 2013, 55). Hervey gehört der zweiten Gruppe an, wie er selbst im ersten Teil seines Werkes bekennt: „L’auteur n’est point docteur en médecine, encore moins en philosophie“ (RMD 3). Seine Qualifikation für die Traumforschung sieht er in seinen langjährigen Traumaufzeichnungen, seiner guten Traumerinnerung und der Fähigkeit, luzide zu träumen (RMD 3–6). Bereits als Jugendlicher hält er seine Träume in Zeichnungen und Traumtagebüchern fest (RMD 4). Dadurch gelingt es ihm, seine Traumerinnerung derart zu steigern, dass er sich seiner Träume nahezu jede Nacht entsinnt (RMD 4 f.), was ihn zu der Annahme verleitet, dass es keinen Schlaf ohne Träume gebe (RMD 4 f., 14). Zudem entwickelt er im Zuge seiner Aufzeichnungspraxis die Fähigkeit, sich im Schlaf des Traumzustandes bewusst zu werden und den eigenen Traum zu lenken (RMD 4–6). Diese sogenannten luziden Träume ermöglichen es ihm, die Funktionsweise des Traums noch im Verlauf desselben zu untersuchen und nach Belieben zu erwachen, um die gewonnenen Erkenntnisse sogleich zu Papier zu bringen (RMD 6). Hervey de Saint-Denys setzt sich demnach nicht nur als „savant rêveur“, sondern auch als „rêveur savant“ in Szene (Carroy 2013, 61). Aufgrund seiner mangelnden Fachkenntnisse sieht er sich jedoch nicht als Traumtheoretiker, sondern lediglich als Beobachter, der ähnlich einem Reisenden seine fehlenden wissenschaftlichen Kenntnisse durch die Genauigkeit seiner Beobachtungen kompensiert und es anderen überlässt, das bereitgestellte Material zu komplettieren und daraus eine Theorie abzuleiten (RMD 8, 11 f.).
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Im 19. Jahrhundert war Schlaf- und Traumforschung ein Bereich, dem sich sowohl Spezialisten aus der Medizin, der Philosophie etc. als auch interessierte Laien mit Kompetenzen in anderen Bereichen widmeten (Carroy 2013, 55). Hervey gehört der zweiten Gruppe an, wie er selbst im ersten Teil seines Werkes bekennt: „L’auteur n’est point docteur en médecine, encore moins en philosophie“ (RMD 3). Seine Qualifikation für die Traumforschung sieht er in seinen langjährigen Traumaufzeichnungen, seiner guten Traumerinnerung und der Fähigkeit, luzide zu träumen (RMD 3–6). Bereits als Jugendlicher hält er seine Träume in Zeichnungen und Traumtagebüchern fest (RMD 4). Dadurch gelingt es ihm, seine Traumerinnerung derart zu steigern, dass er sich seiner Träume nahezu jede Nacht entsinnt (RMD 4 f.), was ihn zu der Annahme verleitet, dass es keinen Schlaf ohne Träume gebe (RMD 4 f., 14). Zudem entwickelt er im Zuge seiner Aufzeichnungspraxis die Fähigkeit, sich im Schlaf des Traumzustandes bewusst zu werden und den eigenen Traum zu lenken (RMD 4–6). Diese sogenannten luziden Träume ermöglichen es ihm, die Funktionsweise des Traums noch im Verlauf desselben zu untersuchen und nach Belieben zu erwachen, um die gewonnenen Erkenntnisse sogleich zu Papier zu bringen (RMD 6). Hervey de Saint-Denys setzt sich demnach nicht nur als „savant rêveur“ (Carroy 2013, 61), sondern auch als „rêveur savant“ (ebd.) in Szene (ebd.). Aufgrund seiner mangelnden Fachkenntnisse sieht er sich jedoch nicht als Traumtheoretiker, sondern lediglich als Beobachter, der ähnlich einem Reisenden seine fehlenden wissenschaftlichen Kenntnisse durch die Genauigkeit seiner Beobachtungen kompensiert und es anderen überlässt, das bereitgestellte Material zu komplettieren und daraus eine Theorie abzuleiten (RMD 8, 11 f.).
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3. Träumen, die durch externe Reize ausgelöst werden (RMD 195 f.).
 
3. Träumen, die durch externe Reize ausgelöst werden (RMD 195 f.).
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Gleichsam nimmt er auf der Ebene der Wahrnehmung und der inhaltlichen Verknüpfung der Traumbilder eine Unterteilung in luzide - visuell) deutlich erkennbare, kohärente - Träume (RMD 260, 272, 276, 282, 349, 464, 469) und verschwommene, zusammenhanglose Träumen vor (RMD 276). Die Schärfe der Traumbilder hängt, nach Hervey, von der Qualität der zugrundeliegenden Erinnerungsnegative ab (RMD 20), derer sich das Subjekt nicht immer entsinnt, sodass es zuweilen glaubt, im Traum Dinge und Personen zu sehen, die ihm in der Realität noch nie begegnet sind (ebd.). Generell zeichnen sich die Traumbilder nur sehr selten mit gleicher Deutlichkeit ab; der Traum erscheint vielmehr als Patchwork-Teppich bestehend aus klar erkennbaren und verschwommenen, älteren verblichenen Erinnerungsnegativen (RMD 172).
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Gleichsam nimmt er auf der Ebene der Wahrnehmung und der inhaltlichen Verknüpfung der Traumbilder eine Unterteilung in luzide - (visuell) deutlich erkennbare, kohärente - Träume (RMD 260, 272, 276, 282, 349, 464, 469) und verschwommene, zusammenhanglose Träumen vor (RMD 276). Die Schärfe der Traumbilder hängt, nach Hervey, von der Qualität der zugrundeliegenden Erinnerungsnegative ab (RMD 20), derer sich das Subjekt nicht immer entsinnt, sodass es zuweilen glaubt, im Traum Dinge und Personen zu sehen, die ihm in der Realität noch nie begegnet sind (ebd.). Generell zeichnen sich die Traumbilder nur sehr selten mit gleicher Deutlichkeit ab; der Traum erscheint vielmehr als Patchwork-Teppich bestehend aus klar erkennbaren und verschwommenen, älteren verblichenen Erinnerungsnegativen (RMD 172).
    
Unter dem Begriffs ›rêve lucide‹ fasst Hervey de Saint-Denys jedoch insbesondere solche Träume, in denen der Träumer derart luzide im Sinne von scharfsinnig ist, dass er sich des Träumens bewusst ist, die Traumumgebung klar und deutlich wahrnimmt und darüber hinaus auch den Handlungsverlauf bewusst zu steuern vermag (RMD 27–30, 256, 260, 273 f., 451). Im Gegensatz zu Moreau de la Sarthe, demzufolge luzide (d.h. visuell deutliche) Träume nicht kohärenter sind als gewöhnliche Träume, sondern lediglich intensiv wahrgenommen und besonders gut erinnert werden, stellt die Erinnerbarkeit des Traums für Hervey kein Kriterium für Luzidität dar (RMD 109). Dagegen sieht er das bewusste Träumen und die sich daraus ergebende Möglichkeit der Traumsteuerung, die Moreau de la Sarthe aufgrund seiner Vorstellung der Aufhebung intellektueller Fähigkeiten im Schlaf ausschließt, als essentielle Aspekte luziden Träumens an (RMD 109 f.).
 
Unter dem Begriffs ›rêve lucide‹ fasst Hervey de Saint-Denys jedoch insbesondere solche Träume, in denen der Träumer derart luzide im Sinne von scharfsinnig ist, dass er sich des Träumens bewusst ist, die Traumumgebung klar und deutlich wahrnimmt und darüber hinaus auch den Handlungsverlauf bewusst zu steuern vermag (RMD 27–30, 256, 260, 273 f., 451). Im Gegensatz zu Moreau de la Sarthe, demzufolge luzide (d.h. visuell deutliche) Träume nicht kohärenter sind als gewöhnliche Träume, sondern lediglich intensiv wahrgenommen und besonders gut erinnert werden, stellt die Erinnerbarkeit des Traums für Hervey kein Kriterium für Luzidität dar (RMD 109). Dagegen sieht er das bewusste Träumen und die sich daraus ergebende Möglichkeit der Traumsteuerung, die Moreau de la Sarthe aufgrund seiner Vorstellung der Aufhebung intellektueller Fähigkeiten im Schlaf ausschließt, als essentielle Aspekte luziden Träumens an (RMD 109 f.).
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===Luzides Träumen===
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===Bewusste und unbewusste Formen der Traumsteuerung===
 
Nach Hervey de Saint-Denys können Träume durch das Zusammenwirken von Aufmerksamkeit und Wille des Träumers gesteuert werden (RMD 269). Grundsätzlich unterscheidet er zwischen unbewussten und bewussten Formen der Traumsteuerung, die in unterschiedlichen Bewusstseinsstadien (vom Wach-, Traumzustand oder hypnagogen Zustand aus) praktiziert werden können.
 
Nach Hervey de Saint-Denys können Träume durch das Zusammenwirken von Aufmerksamkeit und Wille des Träumers gesteuert werden (RMD 269). Grundsätzlich unterscheidet er zwischen unbewussten und bewussten Formen der Traumsteuerung, die in unterschiedlichen Bewusstseinsstadien (vom Wach-, Traumzustand oder hypnagogen Zustand aus) praktiziert werden können.
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''Unbewussten'' Einfluss auf seine Träume kann der Träumer nehmen, wenn sich seine Aufmerksamkeit auf eine der in Traum an ihm assoziativ vorüberziehenden  Ideen richtet, so dass er sie weiterverfolgt, ohne sich bewusst zu sein, dass er mittels seiner „attention dirigeante“ das Ruder des Traums selbst in die Hand genommen hat. In diesem Fall wird die Ideenassoziation zwar fortgesetzt, sie verweilt jedoch innerhalb des Themenbereichs des Bildes, dem der Träumer unbewusst seine Aufmerksamkeit geschenkt hat (RMD 191-193). In Alpträumen schüttelt die Seele ferner zuweilen willentlich den Schlaf ab und zwingt den sich widersetzenden Organismus des Träumers zum Erwachen (RMD 198 f.). Zwar ist eine Steuerung des eigenen Traums so auch ohne ein Bewusstsein des Traumzustandes möglich, jedoch bleibt die Interventionsmöglichkeiten deutlich eingeschränkter als in luziden Träumen.
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''Unbewusst'' kann der Träumer Einfluss auf seine Träume nehmen, wenn sich seine Aufmerksamkeit auf eine der im Traum an ihm assoziativ vorüberziehenden  Ideen richtet, sodass er sie weiterverfolgt, ohne sich bewusst zu sein, dass er mittels seiner „attention dirigeante“ (RMD 193) das Ruder des Traums selbst in die Hand genommen hat (RMD 190-193). In diesem Fall wird die Ideenassoziation zwar fortgesetzt, sie verweilt jedoch innerhalb des Themenbereichs des Bildes, dem der Träumer unbewusst seine Aufmerksamkeit geschenkt hat (RMD 191-193). In Alpträumen schüttelt die Seele ferner zuweilen willentlich den Schlaf ab und zwingt den sich widersetzenden Organismus des Träumers zum Erwachen (RMD 198 f.). Zwar ist eine Steuerung des eigenen Traums so auch ohne ein Bewusstsein des Traumzustandes möglich, jedoch bleiben die Interventionsmöglichkeiten deutlich eingeschränkter als in luziden Träumen.
    
Ein ''bewusstes'' Steuern der eigenen Träume ist auf dreierlei Weise möglich (RMD 476):
 
Ein ''bewusstes'' Steuern der eigenen Träume ist auf dreierlei Weise möglich (RMD 476):
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====Willentliche Steuerung des Traums vom hypnagogen Zustand aus====
 
====Willentliche Steuerung des Traums vom hypnagogen Zustand aus====
Im Gegensatz zu Maury, der annimmt, dass hypnagoge Halluzinationen nur bei bestimmten Personen auftreten, geht Hervey davon aus, dass diese Bilder, die er als Vorbote des Schlafes und des Traums ansieht, grundsätzlich Bestandteil des Schlafvorgangs sind und dass sie beeinflusst werden von den letzten Gedanken, mit denen sich der Verstand beschäftigt hat (RMD 220–222). Im Rahmen seiner Experimente gelingt es ihm, durch Denken an den gewünschten Trauminhalt im Moment des Einschlafens diesen in die Phase der hypnagogen Bilder und durch Festhalten eines dieser Bilder in den Traum zu transferieren (RMD 256, 258 f., 261). Damit belegt er, dass sich der Übergang vom Wachzustand in den Traum stufenweise vollzieht, ohne dass die Denkfähigkeit dabei verloren geht (RMD 259, 268).
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Im Gegensatz zu Maury, der annimmt, dass hypnagoge Halluzinationen nur bei bestimmten Personen auftreten, geht Hervey davon aus, dass diese Bilder, die er als Vorbote des Schlafes und des Traums ansieht, grundsätzlich Bestandteil des Schlafvorgangs sind und dass sie beeinflusst werden von den letzten Gedanken, mit denen sich der Verstand beschäftigt hat (RMD 220–222). Im Rahmen seiner Experimente gelingt es ihm, durch Denken an den gewünschten Trauminhalt im Moment des Einschlafens diesen in die Phase der hypnagogen Bilder und durch Festhalten eines dieser Bilder in den Traum zu transferieren (RMD 256, 258 f., 261). Damit belegt er, dass sich der Übergang vom Wachzustand in den (Klar-)Traum stufenweise vollzieht, ohne dass die Denkfähigkeit dabei verloren geht (RMD 259, 268).
    
====Bewusstes Erleben und Steuern des Traums durch den luziden Träumer====
 
====Bewusstes Erleben und Steuern des Traums durch den luziden Träumer====
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====Ausmaß der Steuerbarkeit der Traumwelt====
 
====Ausmaß der Steuerbarkeit der Traumwelt====
Die konkrete Traumkulisse sowie die darin stattfindenden Ereignisse sind zwar zunächst vom Gedächtnis und der Vorstellungskraft vorgegeben (RMD 211, 271, 301 f.), jedoch vermag der Träumer, sobald er sich des Träumens bewusst ist, durch Denken an den gewünschten Trauminhalt Änderungen daran vorzunehmen (RMD 271, 273 f., 299). Grundsätzlich kann der luzide Träumer nicht nur deutlich erkennbare, kohärente Träume zu lenken, sondern auch zusammenhanglose oder affektdominierte Träume einer selbstgewählten Ordnung unterwerfen (RMD 276). So ist er etwa imstande, Richtung und Art seiner Fortbewegung zu bestimmen (RMD 270–272). In einem seiner luziden Träume gelangt Hervey de Saint-Denys an eine Weggabelung, an der es ihm freisteht, zu entscheiden, welchen Weg er einschlägt, ob er kurz anhält oder seinem Pferd die Sporen gibt (RMD 271 f.). In diesem luziden Traum und vielen weiteren habe er, laut eigener Aussage, denselben freien Willen wie in der Realität besessen und Bilder gesehen, die in Vielfalt und Detailreichtum realen Eindrücken in nichts nachstehen (RMD 272 f.). Überdies gelingt es Hervey im Traum, willentlich verstorbene Personen, Bekannte und Objekte erscheinen zu lassen, Gegenstände umzupositionieren, sie gegen andere auszutauschen beziehungsweise generell in Gedanken, Wünsche zu formulieren, die sogleich im Traum in Erfüllung gehen (RMD 278 f.). Gleichsam bleibt jedoch die Spannung erhalten, da die Fantasie des Träumers für die optische Ausgestaltung seiner Willensakte verantwortlich ist (RMD 451 f.): „La fantaisie avait ici, comme la réalité, son libre arbitre, et l’initiative demeurait à ma volonté“ (RMD 452). Auch vermag Hervey angenehme Traumszenarien beizubehalten und unangenehme durch kurzzeitiges Schließen der Augen und Konzentrieren auf den gewünschten Trauminhalt auszutauschen oder sich ihnen durch willentliches Erwachen zu entziehen (RMD 29, 140, 156, 276, 283–285, 292). Um hingegen den Traum zu verlängern und ein Erwachen, das sich durch das allmähliche Verschwimmen der Traumbilder ankündigt, zu verhindern, empfiehlt Hervey de Saint-Denys, ein noch deutlich erkennbares Element der Traumumgebung oder die eigenen Hände anzuvisieren, wodurch alle übrigen Traumgegenstände wieder an Klarheit gewinnen (RMD 263, 449 f.).
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Die konkrete Traumkulisse sowie die darin stattfindenden Ereignisse sind zwar zunächst vom Gedächtnis und der Vorstellungskraft vorgegeben (RMD 211, 271, 301 f.), jedoch vermag der Träumer, sobald er sich des Träumens bewusst ist, durch Denken an den gewünschten Trauminhalt Änderungen daran vorzunehmen (RMD 271, 273 f., 299). Grundsätzlich kann der luzide Träumer nicht nur deutlich erkennbare, kohärente Träume lenken, sondern auch zusammenhanglose oder affektdominierte Träume einer selbstgewählten Ordnung unterwerfen (RMD 276). So ist er etwa imstande, Richtung und Art seiner Fortbewegung zu bestimmen (RMD 270–272). In einem seiner luziden Träume gelangt Hervey de Saint-Denys an eine Weggabelung, an der es ihm freisteht, zu entscheiden, welchen Weg er einschlägt, ob er kurz anhält oder seinem Pferd die Sporen gibt (RMD 271 f.). In diesem luziden Traum und vielen weiteren habe er, laut eigener Aussage, denselben freien Willen wie in der Realität besessen und Bilder gesehen, die in Vielfalt und Detailreichtum realen Eindrücken in nichts nachstehen (RMD 272 f.). Überdies gelingt es Hervey im Traum, willentlich verstorbene Personen, Bekannte und Objekte erscheinen zu lassen, Gegenstände umzupositionieren, sie gegen andere auszutauschen beziehungsweise generell in Gedanken, Wünsche zu formulieren, die sogleich im Traum in Erfüllung gehen (RMD 278 f.). Gleichsam bleibt jedoch die Spannung erhalten, da die Fantasie des Träumers für die optische Ausgestaltung seiner Willensakte verantwortlich ist (RMD 451 f.): „La fantaisie avait ici, comme la réalité, son libre arbitre, et l’initiative demeurait à ma volonté“ (RMD 452). Auch vermag Hervey angenehme Traumszenarien beizubehalten und unangenehme durch kurzzeitiges Schließen der Augen und Konzentrieren auf den gewünschten Trauminhalt auszutauschen oder sich ihnen durch willentliches Erwachen zu entziehen (RMD 29, 140, 156, 276, 283–285, 292). Um hingegen den Traum zu verlängern und ein Erwachen, das sich durch das allmähliche Verschwimmen der Traumbilder ankündigt, zu verhindern, empfiehlt Hervey de Saint-Denys, ein noch deutlich erkennbares Element der Traumumgebung oder die eigenen Hände anzuvisieren, wodurch alle übrigen Traumgegenstände wieder an Klarheit gewinnen (RMD 263, 449 f.).
    
Die Kontrolle, die der luzide Träumer auf den Traum auszuüben vermag, hat jedoch auch Grenzen. Als besonders schwierig erweist sich etwa die Rekonstruktion von Elementen aus vergangenen Träumen, was Hervey im luziden Traum letztlich nur durch Schließen der Augen glückt (RMD 283). Um auszutesten, wie Imagination und Gedächtnis mit einem in der Realität nie erlebten Vorgang umgehen, unternimmt Hervey de Saint-Denys mehrmals vergeblich den Versuch, im Traum Suizid zu begehen (RMD 286–288). Es scheint jedoch, als ob eine innere Kraft, möglicherweise das Unbewusste des Träumers, ihn von dem Tabubruch des Selbstmordes abzuhalten versuche. Dahingegen gelingt es Hervey, sich im Traum willentlich selbst zu verletzen, ohne dabei Schmerz zu empfinden (RMD 460). Weiterhin scheint es unmöglich, dynamische Traumelemente wie etwa Gesichter länger anzuvisieren, ohne dass diese eine Reihe von Transformationen durchmachen (RMD 290 f.). Auch das Lesen von Texten gelingt nur, sofern der entsprechende Textinhalt in der Erinnerung und Vorstellungskraft des Träumers präsent ist (RMD 466 f., 470). Der geschriebene Text ist dabei nur ein Nebenprodukt des erinnerten Inhalts (RMD 467). Ist hingegen nur ein Bild des Aussehens eines Buches, Briefes oder Manuskriptes im Gedächtnis abgespeichert, so bleibt dessen Inhalt auch im Traum unzugänglich (RMD 466 f.). Obgleich, Hervey zufolge, die Erinnerungsfähigkeit im Traum oftmals sehr viel stärker ausgeprägt ist als im Wachzustand (RMD 306, 310 f.), scheitern einige seiner Traumexperimente gerade daran, dass das Gehirn nicht die passenden Erinnerungen zu den Traumbildern aufzurufen vermag (RMD 298).
 
Die Kontrolle, die der luzide Träumer auf den Traum auszuüben vermag, hat jedoch auch Grenzen. Als besonders schwierig erweist sich etwa die Rekonstruktion von Elementen aus vergangenen Träumen, was Hervey im luziden Traum letztlich nur durch Schließen der Augen glückt (RMD 283). Um auszutesten, wie Imagination und Gedächtnis mit einem in der Realität nie erlebten Vorgang umgehen, unternimmt Hervey de Saint-Denys mehrmals vergeblich den Versuch, im Traum Suizid zu begehen (RMD 286–288). Es scheint jedoch, als ob eine innere Kraft, möglicherweise das Unbewusste des Träumers, ihn von dem Tabubruch des Selbstmordes abzuhalten versuche. Dahingegen gelingt es Hervey, sich im Traum willentlich selbst zu verletzen, ohne dabei Schmerz zu empfinden (RMD 460). Weiterhin scheint es unmöglich, dynamische Traumelemente wie etwa Gesichter länger anzuvisieren, ohne dass diese eine Reihe von Transformationen durchmachen (RMD 290 f.). Auch das Lesen von Texten gelingt nur, sofern der entsprechende Textinhalt in der Erinnerung und Vorstellungskraft des Träumers präsent ist (RMD 466 f., 470). Der geschriebene Text ist dabei nur ein Nebenprodukt des erinnerten Inhalts (RMD 467). Ist hingegen nur ein Bild des Aussehens eines Buches, Briefes oder Manuskriptes im Gedächtnis abgespeichert, so bleibt dessen Inhalt auch im Traum unzugänglich (RMD 466 f.). Obgleich, Hervey zufolge, die Erinnerungsfähigkeit im Traum oftmals sehr viel stärker ausgeprägt ist als im Wachzustand (RMD 306, 310 f.), scheitern einige seiner Traumexperimente gerade daran, dass das Gehirn nicht die passenden Erinnerungen zu den Traumbildern aufzurufen vermag (RMD 298).
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====Das Erkenntnis- und (künstlerische) Inspirationspotenzial des (bewusst erlebten) Traums====
 
====Das Erkenntnis- und (künstlerische) Inspirationspotenzial des (bewusst erlebten) Traums====
Allein der Vorgang der Traumbildung ist, nach Hervey de Saint-Denys, bereits mit der Arbeit eines Künstlers vergleichbar, da durch die neuartige Kombination von Erinnerungen ästhetisch anspruchsvolle Kompositionen hervorgebracht werden (RMD 21). Die Nervenfasern im Gehirn, die entscheidend an der Traumbildung beteiligt sind, sieht Hervey als „cordes du violon sous les doigts de l’artiste“ an und vergleicht sie mit einem Instrument, das durch die Inspiration des Künstlers (Träumers) ein musikalisches Motiv erklingen lässt (RMD 195). In seinen bewusst erlebten Träumen ist Hervey de Saint-Denys zuweilen sogar explizit künstlerisch tätig, denn er verteilt beispielsweise unter den Figuren aus einem Roman François Fenelons die Rollen neu, verkehrt dessen Werk in eine Tragödie und versetzt sich selbst in die Theaterszenerie hinein (RMD 402).
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Allein der Vorgang der Traumbildung ist, nach Hervey de Saint-Denys, bereits mit der Arbeit eines Künstlers vergleichbar, da durch die neuartige Kombination von Erinnerungen ästhetisch anspruchsvolle Kompositionen hervorgebracht werden (RMD 21). Die Nervenfasern im Gehirn, die entscheidend an der Traumbildung beteiligt sind, sieht Hervey als „cordes du violon sous les doigts de l’artiste“ (RMD 195) an und vergleicht sie mit einem Instrument, das durch die Inspiration des Künstlers (Träumers) ein musikalisches Motiv erklingen lässt (ebd.). In seinen bewusst erlebten Träumen ist Hervey de Saint-Denys zuweilen sogar explizit künstlerisch tätig, denn er verteilt beispielsweise unter den Figuren aus einem Roman François Fenelons die Rollen neu, verkehrt dessen Werk in eine Tragödie und versetzt sich selbst in die Theaterszenerie hinein (RMD 402).
    
Während die Konzentrationsfähigkeit, die Willensausübung und die Urteilskraft des Menschen im Traum zuweilen geschwächt sind, entfalten die Vorstellungskraft, das Gedächtnis und die sinnliche Wahrnehmung im Traum eine Ausweitung gegenüber dem Wachleben (RMD 475). Somit vermag der Träumer zwar kein rationales Meisterwerk im Traum zu erschaffen, aber der Traum eröffnet ihm neue, bisher so nicht gekannte Inspirationshorizonte (ebd.). Das inspiratorische Potenzial des Traums ist dabei unter anderem, hierin stimmt Hervey mit Lemoine überein, in der außergewöhnlichen Sensibilität jeglicher sinnlicher Wahrnehmung und insbesondere des ästhetischen Sinns begründet (RMD 202 f.).
 
Während die Konzentrationsfähigkeit, die Willensausübung und die Urteilskraft des Menschen im Traum zuweilen geschwächt sind, entfalten die Vorstellungskraft, das Gedächtnis und die sinnliche Wahrnehmung im Traum eine Ausweitung gegenüber dem Wachleben (RMD 475). Somit vermag der Träumer zwar kein rationales Meisterwerk im Traum zu erschaffen, aber der Traum eröffnet ihm neue, bisher so nicht gekannte Inspirationshorizonte (ebd.). Das inspiratorische Potenzial des Traums ist dabei unter anderem, hierin stimmt Hervey mit Lemoine überein, in der außergewöhnlichen Sensibilität jeglicher sinnlicher Wahrnehmung und insbesondere des ästhetischen Sinns begründet (RMD 202 f.).
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<div style="text-align: right;">[[Autoren|Carolin Buchheit]]</div>
<div style="text-align: right;">[[Autoren|CB]]</div>
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==Literatur==
 
==Literatur==
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* Les Rèves et les moyens de les diriger. Vorwort von Robert Desoille. Hg. von Jacques Donnars. Paris: Tchou, Bibliothèque du Merveilleux 1964.
 
* Les Rèves et les moyens de les diriger. Vorwort von Robert Desoille. Hg. von Jacques Donnars. Paris: Tchou, Bibliothèque du Merveilleux 1964.
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* Les rêves et les moyens de les diriger. Vorwort von Robert Desoille. Plan de la Tour: Éditions d’Aujourd’hui 1977 [der Text entspricht der Ausgabe von Jacques Donnars, 1964]; zitiert als RMD 1977.
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* Les rêves et les moyens de les diriger. Vorwort von Robert Desoille. Plan de la Tour: Éditions d’Aujourd’hui 1977 [der Text entspricht der Ausgabe von Jacques Donnars, 1964].
    
* Les Rèves et les Moyens de les diriger. Observations Pratiques. Île Saint-Denis: Éditions Oniros 1995 [Text der Erstausgabe].
 
* Les Rèves et les Moyens de les diriger. Observations Pratiques. Île Saint-Denis: Éditions Oniros 1995 [Text der Erstausgabe].
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* Cordier, Henri: Nécrologie. Le Marquis d'Hervey Saint-Denys. In: T'oung Pao International Journal of Chinese Studies 3 (1892), 517–520; [https://archive.org/stream/toungpao01duyvgoog#page/n551/mode/1up online].
 
* Cordier, Henri: Nécrologie. Le Marquis d'Hervey Saint-Denys. In: T'oung Pao International Journal of Chinese Studies 3 (1892), 517–520; [https://archive.org/stream/toungpao01duyvgoog#page/n551/mode/1up online].
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* Den Blanken, M. Carolus/Eli J. G. Meijer: An Historical View of ''Dreams and the Ways to Direct Them. Practical Observations'' by Marie-Jean-Léon LeCoq, le Marquis d'Hervey-Saint-Denys. Revised Edition. In: Lucidity Letter 10 (1991), 311-322; [http://www.oniros.fr/A1360.pdf online].
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* Den Blanken, M. Carolus/Eli J. G. Meijer: A Historical View of ''Dreams and the Ways to Direct Them. Practical Observations'' by Marie-Jean-Léon LeCoq, le Marquis d'Hervey-Saint-Denys. Revised Edition. In: Lucidity Letter 10 (1991), 311-322; [http://www.oniros.fr/A1360.pdf online].
    
* Deslauriers, Daniel: Dreaming and Transpersonal Psychology. In: Harris L. Friedmann/Glenn Hartelius (Hg.): The Wiley-Blackwell Handbook of Transpersonal Psychology. Chichester: John Wiley & Sons 2013, 512–528.
 
* Deslauriers, Daniel: Dreaming and Transpersonal Psychology. In: Harris L. Friedmann/Glenn Hartelius (Hg.): The Wiley-Blackwell Handbook of Transpersonal Psychology. Chichester: John Wiley & Sons 2013, 512–528.
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* LaBerge, Stephen: Lucid Dreaming in Western Literature. In: Ders./Jayne Gackenbach (Hg.): Conscious Mind, Sleeping Brain. Perspectives on Lucid Dreaming. New York, London: Plenum Press 1988, 11–26.
 
* LaBerge, Stephen: Lucid Dreaming in Western Literature. In: Ders./Jayne Gackenbach (Hg.): Conscious Mind, Sleeping Brain. Perspectives on Lucid Dreaming. New York, London: Plenum Press 1988, 11–26.
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*Lucarelli, Antonella: Alfred Maury and Léon Hervey de Saint-Denis. An Approach to the Study of Dream in France in the Second Half of the XIXth Century. In: Piero Salzarulo/Patrizia Violi (Hg.), Dreaming and Culture. Cultural Context and the Communication of Dreams. Turnhout: Brepols 1998 (Semiotic and Cognitive Studies VI), 73-96.
    
* Luppé, Olivier u.a. (Hg.): D'Hervey de Saint-Denys (1822–1892). Biographie, Correspondance familiale, L’œuvre de l’onirologue et du sinologue. 2 Bde. Ile Saint-Denis: Éditions Oniros 1995.
 
* Luppé, Olivier u.a. (Hg.): D'Hervey de Saint-Denys (1822–1892). Biographie, Correspondance familiale, L’œuvre de l’onirologue et du sinologue. 2 Bde. Ile Saint-Denis: Éditions Oniros 1995.
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* Pérez-Rincón, Héctor: De la possible influence de l’ouvrage ''Les Réves et les Moyens de les diriger'' sur la genèse de ''À la Recherche du Temps perdu''. In: Psychiatrie, Sciences Humaines, Neurosciences 4 (2006)16, 34–40.
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* Pérez-Rincón, Héctor: De la possible influence de l’ouvrage ''Les Réves et les Moyens de les diriger'' sur la genèse de ''À la Recherche du Temps perdu''. In: Psychiatrie, Sciences Humaines, Neurosciences 4 (2006) 16, 34–40.
    
* Pino, Angel: Un escroc de la sinologie? L'élection du marquis d'Hervey de Saint-Denys au Collège de France. In: Oniros 37/38 (1992), 10–18.
 
* Pino, Angel: Un escroc de la sinologie? L'élection du marquis d'Hervey de Saint-Denys au Collège de France. In: Oniros 37/38 (1992), 10–18.
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* Vaschide, Nicolas: Le sommeil et les rêves. Paris: Flammarion 1911.
 
* Vaschide, Nicolas: Le sommeil et les rêves. Paris: Flammarion 1911.
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* Wahl, Jean: [Rezenion von] ''Les rêves et les moyens de les diriger'' by Hervey de Saint-Denis. In: Revue de Métaphysique et de Morale 70 (1965) 1, 109 f.
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* Wahl, Jean: [Rezension von] ''Les rêves et les moyens de les diriger'' by Hervey de Saint-Denis. In: Revue de Métaphysique et de Morale 70 (1965) 1, 109 f.
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Buchheit, Carolin: "Les rêves et les moyens de les diriger" (Marie Jean Léon Lecoq d’Hervey de Saint-Denys). In: Lexikon Traumkultur. Ein Wiki des Graduiertenkollegs "Europäische Traumkulturen", 2016; http://traumkulturen.uni-saarland.de/Lexikon-Traumkultur/index.php?title=%E2%80%9CLes_r%C3%AAves_et_les_moyens_de_les_diriger%E2%80%9D_(Marie_Jean_L%C3%A9on_Lecoq_d%E2%80%99Hervey_de_Saint-Denys) .
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