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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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Im 19. Jahrhundert war Schlaf- und Traumforschung ein Bereich, dem sich sowohl Spezialisten aus der Medizin, der Philosophie etc. als auch interessierte Laien mit Kompetenzen in anderen Bereichen widmeten (vgl. Carroy 2013, S. 55). Hervey gehört zweiter Gruppe an, wie er selbst im ersten Teil seines Werkes bekennt: „L’auteur n’est point docteur en médecine, encore moins en philosophie“ (RMD 1867, S. 3). Seine Qualifikation für die Traumforschung sieht er in seinen langjährigen Traumaufzeichnungen, seiner guten Traumerinnerung und der Fähigkeit, im Traum Bewusstsein zu erlangen und diesen zu steuern (vgl. RMD 1867, S. 3–6). Als Jugendlicher hält er bereits seine Träume in Zeichnungen und Traumtagebüchern fest (vgl. RMD 1867, S. 4). Dadurch gelingt es ihm, seine Traumerinnerung derart zu steigern, dass er sich seiner Träume nahezu jede Nacht entsinnt (vgl. RMD 1867, S. 4 f.), was ihn zu der Annahme verleitet, dass es keinen Schlaf ohne Träume gebe (vgl. RMD 1867, S. 4 f., 14). Zudem entwickelt er im Zuge seiner Aufzeichnungspraxis die Fähigkeit, sich im Schlaf des Traumzustandes bewusst zu werden und den eigenen Traum zu lenken (vgl. RMD 1867, S. 4–6). Diese Art von luziden Träumen ermöglicht es ihm, die Funktionsweise des Traums noch im Verlauf desselben zu untersuchen und nach Belieben zu erwachen, um die gewonnenen Erkenntnisse sogleich zu Papier zu bringen (vgl. RMD 1867, S. 6). Hervey de Saint-Denys setzt sich demnach nicht nur als „savant rêveur“ (Carroy 2013, S. 61), sondern auch als „rêveur savant“ (ebd.) in Szene (vgl. ebd.). Aufgrund seiner mangelnden Fachkenntnisse sieht er sich jedoch nicht als Traumtheoretiker, sondern lediglich als Beobachter, der ähnlich einem Reisenden seine fehlenden wissenschaftlichen Kenntnisse durch die Genauigkeit seiner Beobachtungen kompensiert und es anderen überlässt, das bereitgestellte Material zu komplementieren und daraus eine Theorie abzuleiten (vgl. RMD 1867, S. 8, 11 f.).
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Im 19. Jahrhundert war Schlaf- und Traumforschung ein Bereich, dem sich sowohl Spezialisten aus der Medizin, der Philosophie etc. als auch interessierte Laien mit Kompetenzen in anderen Bereichen widmeten (vgl. Carroy 2013, S. 55). Hervey gehört zweiter Gruppe an, wie er selbst im ersten Teil seines Werkes bekennt: „L’auteur n’est point docteur en médecine, encore moins en philosophie“ (RMD 1867, S. 3). Seine Qualifikation für die Traumforschung sieht er in seinen langjährigen Traumaufzeichnungen, seiner guten Traumerinnerung und der Fähigkeit, im Traum Bewusstsein zu erlangen und diesen zu steuern (vgl. RMD 1867, S. 3–6). Als Jugendlicher hält er bereits seine Träume in Zeichnungen und Traumtagebüchern fest (vgl. RMD 1867, S. 4). Dadurch gelingt es ihm, seine Traumerinnerung derart zu steigern, dass er sich seiner Träume nahezu jede Nacht entsinnt (vgl. RMD 1867, S. 4 f.), was ihn zu der Annahme verleitet, dass es keinen Schlaf ohne Träume gebe (vgl. RMD 1867, S. 4 f., 14). Zudem entwickelt er im Zuge seiner Aufzeichnungspraxis die Fähigkeit, sich im Schlaf des Traumzustandes bewusst zu werden und den eigenen Traum zu lenken (vgl. RMD 1867, S. 4–6). Diese sogenannten luziden Träume ermöglichen es ihm, die Funktionsweise des Traums noch im Verlauf desselben zu untersuchen und nach Belieben zu erwachen, um die gewonnenen Erkenntnisse sogleich zu Papier zu bringen (vgl. RMD 1867, S. 6). Hervey de Saint-Denys setzt sich demnach nicht nur als „savant rêveur“ (Carroy 2013, S. 61), sondern auch als „rêveur savant“ (ebd.) in Szene (vgl. ebd.). Aufgrund seiner mangelnden Fachkenntnisse sieht er sich jedoch nicht als Traumtheoretiker, sondern lediglich als Beobachter, der ähnlich einem Reisenden seine fehlenden wissenschaftlichen Kenntnisse durch die Genauigkeit seiner Beobachtungen kompensiert und es anderen überlässt, das bereitgestellte Material zu komplementieren und daraus eine Theorie abzuleiten (vgl. RMD 1867, S. 8, 11 f.).
    
===Definition und Klassifikation von Träumen===
 
===Definition und Klassifikation von Träumen===
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