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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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Die in ''Ein Jahr aus der Nacht gesprochen ''zusammengestellten Sätze sind allesamt Traumnotizen, die Handke zwischen April 2008 und April 2010 ursprünglich in seinen Notizbüchern notiert hat (vgl. Hannesschläger). Oftmals handelt es sich bei diesen um kurze ein- bis zweizeilige Sätze; zu finden sind aber auch knappe Dialoge und kleine Geschichten; die längste von ihnen besteht aus nicht ganz elf Zeilen. Enthalten sind außerdem einige Notate in Französisch und Englisch, vereinzelt finden sich auch Wörter in Altgriechisch sowie kursiv gesetzte Notate in Versform.
 
Die in ''Ein Jahr aus der Nacht gesprochen ''zusammengestellten Sätze sind allesamt Traumnotizen, die Handke zwischen April 2008 und April 2010 ursprünglich in seinen Notizbüchern notiert hat (vgl. Hannesschläger). Oftmals handelt es sich bei diesen um kurze ein- bis zweizeilige Sätze; zu finden sind aber auch knappe Dialoge und kleine Geschichten; die längste von ihnen besteht aus nicht ganz elf Zeilen. Enthalten sind außerdem einige Notate in Französisch und Englisch, vereinzelt finden sich auch Wörter in Altgriechisch sowie kursiv gesetzte Notate in Versform.
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Die Traumnotate erscheinen durchweg sonderbar und rätselhaft. Es finden sich darin Sätze wie etwa „Da wird ein ganzes Schloß transportiert“ (Handke 2014, 16), „Zum letzten Mal schauen deine Eltern, als Beduinen verkleidet, vom Rand aus zu“ (Handke 2014, 35), „Er hat die Hand in den Fluß der Träume gesteckt und sie trocken wieder herausgezogen“ (Handke 2014, 74) oder auch „Guten Morgen, liebe Hörer: hier ist der Saarländische Rundfunkt mit keinen Nachrichten“ (Handke 2014, 180). Die Notate sind unverbunden und kommentarlos nebeneinander gestellt. Eine Kontextualisierung fehlt; genauso wenig ist ein übergreifendes Ordnungsprinzip erkennbar. Die Anordnung erscheint vielmehr assoziativ und folgt ihrer eigenen Logik. So können einzelne Notate zu Gruppen geordnet werden oder Verbindungen miteinander eingehen und eine Ordnung suggerieren, die jedoch nie bis zum Ende und für das Gesamte trägt.
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Die Traumnotate erscheinen durchweg sonderbar und rätselhaft. Es finden sich darin Sätze wie etwa „Da wird ein ganzes Schloß transportiert“ (Handke 2014, 16), „Zum letzten Mal schauen deine Eltern, als Beduinen verkleidet, vom Rand aus zu“ (Handke 2014, 35), „Er hat die Hand in den Fluß der Träume gesteckt und sie trocken wieder herausgezogen“ (Handke 2014, 74) oder auch „Guten Morgen, liebe Hörer: hier ist der Saarländische Rundfunk mit keinen Nachrichten“ (Handke 2014, 180). Die Notate sind unverbunden und kommentarlos nebeneinander gestellt. Eine Kontextualisierung fehlt; genauso wenig ist ein übergreifendes Ordnungsprinzip erkennbar. Die Anordnung erscheint vielmehr assoziativ und folgt ihrer eigenen Logik. So können einzelne Notate zu Gruppen geordnet werden oder Verbindungen miteinander eingehen und eine Ordnung suggerieren, die jedoch nie bis zum Ende und für das Gesamte trägt.
    
===Interpretation===
 
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