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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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===Frontispiz===
 
===Frontispiz===
[[Datei:Frontispiz_Les_rêves_et_les_moyens_de_les_diriger.jpg|right|frame|link=|180px|Frontispiz Les rêves et les moyens de les diriger (1867)]]Das Frontispiz von ''Les rêves et les moyens de les diriger'' (1867) spiegelt bereits dessen Thematik wider. Die sechs kleinen Abbildungen im unteren Teil des Frontispizes zeigen hypnagoge Bilder, die Hervey seinen Aufzeichnungen entnommen hat (RMD 421 f.). Als Vorhut des Traums leiten die hypnagogen, beim Einschlafen eintretenden Halluzinationen direkt in einen Traum über, der in der oberen Hälfte abgebildet ist (RMD 421). Dabei handelt es sich um einen der Träume, die Hervey de Saint-Denys durch Zuführen externer Reize (in diesem Fall zweier auf das Kopfkissen getröpfelter Parfums) in eine bestimmte Richtung gelenkt hat (RMD 380 f.).
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[[Datei:Frontispiz_Les_rêves_et_les_moyens_de_les_diriger.jpg|right|frame|link=|180px|Frontispiz Les rêves et les moyens de les diriger (1867)]]Das Frontispiz von ''Les rêves et les moyens de les diriger'' (1867) spiegelt bereits dessen Thematik wider. Die sechs kleinen Abbildungen im unteren Teil des Frontispizes zeigen hypnagoge Bilder, die Hervey seinen Aufzeichnungen entnommen hat (RMD 421 f.). Als Vorhut des Traums leiten die hypnagogen, beim Einschlafen eintretenden Halluzinationen direkt in einen Traum über, der in der oberen Hälfte abgebildet ist (RMD 421). Dabei handelt es sich um einen der Träume, die durch Zuführen externer Reize (in diesem Fall zweier auf das Kopfkissen getröpfelter Parfums) in eine bestimmte Richtung gelenkt worden waren (RMD 380 f.).
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Mithilfe seiner Traumstudie beabsichtigt Hervey de Saint-Denys, die von ihm entwickelte Kunst des guten Träumens an seine Leser weiterzugeben (Carroy 2013, 56). Bereits der Untertitel ''Observations pratiques'' lässt auf diese anwendungsorientierte Ausrichtung des Werkes schließen (ebd.). Die Leserschaft soll jedoch nicht nur weitergebildet, sondern auch unterhalten werden und bei der Lektüre des stilistisch anspruchsvollen Werkes einen ästhetischen Genuss verspüren (Carroy 2013, 59). Herveys anekdotenhafte, in populärwissenschaftlichem Stil verfasste Traumstudie erhebt demnach durchaus einen künstlerischen Anspruch und besitzt eine innere Logik, ohne jedoch einer strengen Struktur unterworfen zu sein (RMD 3, 12) und dadurch den Eindruck eines wissenschaftlichen Lehrbuchs zu vermitteln (Carroy 2013, 59). Der Autor von ''Les rêves et les moyens de les diriger'' ist vielmehr bestrebt, einen Mittelweg zwischen einer literarischen Neuerfindung seiner Träume und einer detailgenauen wissenschaftlichen Transkription derselben zu finden und riskiert dabei, nach Carroy, ebenso wie im Falle seiner Übersetzungen der mangelnden Präzision und Authentizität beschuldigt zu werden (dies. 2013, 61 f.).
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Mithilfe seiner Traumstudie beabsichtigt Hervey de Saint-Denys, die von ihm entwickelte Kunst des guten Träumens an seine Leser weiterzugeben, wie schon der Untertitel ''Observations pratiques'' verdeutlicht. Die Leserschaft soll jedoch nicht nur weitergebildet, sondern auch unterhalten werden und bei der Lektüre des stilistisch anspruchsvollen Werkes einen ästhetischen Genuss verspüren (Carroy 2013, 59). Herveys anekdotenhafte, in populärwissenschaftlichem Stil verfasste Traumstudie erhebt demnach durchaus einen künstlerischen Anspruch und besitzt eine innere Logik, ohne jedoch der strengen Struktur eines wissenschaftlichen Lehrbuchs unterworfen zu sein (Carroy 2013, 59). Der Autor ist vielmehr bestrebt, einen Mittelweg zwischen einer literarischen Neuerfindung seiner Träume und einer detailgenauen wissenschaftlichen Transkription derselben zu finden und riskiert dabei, ebenso wie im Falle seiner Übersetzungen, der mangelnden Präzision und Authentizität beschuldigt zu werden (ebd., 61 f.).
    
===Werkstruktur===
 
===Werkstruktur===
Hervey de Saint-Denys' ''Les rêves et les moyens de les diriger'' (1867) ist in drei Teile untergliedert. Die erste Auflage des Werkes enthält ferner einem Appendix (''Un rêve après avoir pris du hatchich'' [Ein Traum nach der Einnahme von Haschisch]), in dem der Autor einen Exkurs zu drogeninduzierten Träumen unternimmt. Im ersten Teil der Traumstudie geht Hervey de Saint-Denys auf den Entstehungskontext seines Werkes sowie seine Qualifikationen als Traumforscher ein und nennt die grundlegenden Thesen, die er zu belegen gedenkt. Der zweite Teil vermittelt einen Überblick über Traumkonzeptionen in verschiedenen Kulturen und Epochen, angefangen von der Antike bis hin zu zeitgenössischen modernen Traumtheorien. Diese unterzieht Hervey de Saint-Denys einer kritischen Betrachtung und lässt seine eigenen empirischen Beobachtungen bezüglich Schlaf und Traum miteinfließen. Die Nachweise für seine Thesen liefert er jedoch erst im dritten Teil des Werkes, in dem er konkret auf seine im Vorfeld und Verlauf des Traums durchgeführten Experimente eingeht und die Methoden erläutert, die er etwa zur Steuerung seiner Träume oder Erhaltung des Wachbewusstseins im Traum angewandt hat.
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Das Buch ist in drei Teile untergliedert und enthält einen Appendix ''Un rêve après avoir pris du hatchich'' (Ein Traum nach der Einnahme von Haschisch) zu drogeninduzierten Träumen. Im ersten Teil der Traumstudie geht der Autor auf den Entstehungskontext seines Werkes sowie seine Qualifikationen als Traumforscher ein und nennt die grundlegenden Thesen, die er zu belegen gedenkt. Der zweite Teil vermittelt einen Überblick über Traumkonzeptionen in verschiedenen Kulturen und Epochen, angefangen von der Antike bis hin zu zeitgenössischen modernen Traumtheorien. Diese unterzieht Hervey de Saint-Denys einer kritischen Betrachtung und lässt seine eigenen empirischen Beobachtungen bezüglich Schlaf und Traum miteinfließen. Die Nachweise für seine Thesen liefert er jedoch erst im dritten Teil des Werkes, indem er auf seine im Vorfeld und Verlauf des Traums durchgeführten Experimente eingeht und die Methoden erläutert, die er zur Steuerung seiner Träume oder zur Erhaltung des Wachbewusstseins im Traum angewandt hat.
    
===Methode===
 
===Methode===

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