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Änderungen – Lexikon Traumkultur

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Der Regisseur Alfred Hitchcock (1899–1980) – ja ohnehin mit seinen legendären Cameo-Auftritten ein 'Meister' des Metareferentiellen – wendet sich im Trailer zu seinem gerade erscheinenden Film [http://traumkulturen.uni-saarland.de/Lexikon-Traumkultur/index.php/%22Spellbound%22_(Alfred_Hitchcock) ''Spellbound''] (1945) persönlich an das Publikum:
 
Der Regisseur Alfred Hitchcock (1899–1980) – ja ohnehin mit seinen legendären Cameo-Auftritten ein 'Meister' des Metareferentiellen – wendet sich im Trailer zu seinem gerade erscheinenden Film [http://traumkulturen.uni-saarland.de/Lexikon-Traumkultur/index.php/%22Spellbound%22_(Alfred_Hitchcock) ''Spellbound''] (1945) persönlich an das Publikum:
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: That screen up there is like a mind. We here in Hollywood can make anything happen there. We can also show you what a man dreams. Yes, we here in Hollywood can make anything happen on the screen – but our powers are dwarfed compared to what you [he turns to look into the audience] can make happen in your mind. (zit. nach Auiler 2001, 558 f.)
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: That screen up there is like a mind. We here in Hollywood can make anything happen there. We can also show you what a man dreams. Yes, we here in Hollywood can make anything happen on the screen – but our powers are dwarfed compared to what you [he turns to look into the audience] can make happen in your mind (zit. nach Auiler 2001, 558 f.).
    
Hiermit scheint das Verhältnis von Traum und Hollywood, zwischen der 'Traumfabrik' in Kalifornien und der traumdeutenden Psychoanalyse aus Europa, gut beschrieben: An die seit der Frühzeit des Kinos existierende Analogie von Film und Traum anknüpfend (vgl. Brütsch 2011), gibt es zwar durch Filmtricks und Spezialeffekte nahezu keine Grenzen der Imaginations- und damit Darstellungsmöglichkeiten. Doch ausgerechnet die Inszenierung von Träumen, die Suche nach einer realistischen Filmsprache des Traums, stellt weiterhin eine Herausforderung für die Hollywood-Regisseur:innen dar.
 
Hiermit scheint das Verhältnis von Traum und Hollywood, zwischen der 'Traumfabrik' in Kalifornien und der traumdeutenden Psychoanalyse aus Europa, gut beschrieben: An die seit der Frühzeit des Kinos existierende Analogie von Film und Traum anknüpfend (vgl. Brütsch 2011), gibt es zwar durch Filmtricks und Spezialeffekte nahezu keine Grenzen der Imaginations- und damit Darstellungsmöglichkeiten. Doch ausgerechnet die Inszenierung von Träumen, die Suche nach einer realistischen Filmsprache des Traums, stellt weiterhin eine Herausforderung für die Hollywood-Regisseur:innen dar.
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===Freud in the USA===
 
===Freud in the USA===
Wohl auch gerade deswegen erreicht Sigmund Freud (1856–1939) im Herbst 1924 ein ungewöhnliches Angebot aus Hollywood: Der Filmproduzent Samuel Goldwyn (1879–1974) – trotz seines Grundsteins zur legendären Produktionsfirma MGM blieb er vor allem ein unabhängiger Filmemacher – bietet dem "greatest love specialist in the world" für die Mitarbeit an einem Drehbuch die stattliche Summe von 100.000 US-Dollar (inflationsbereinigt heute gut 1,5 Millionen Dollar):
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Wohl auch gerade deswegen erreicht Sigmund Freud (1856–1939) im Herbst 1924 ein ungewöhnliches Angebot aus Hollywood: Der Filmproduzent Samuel Goldwyn (1879–1974) – trotz seiner Gründung der legendären Produktionsfirma MGM blieb er vor allem ein unabhängiger Filmemacher – bietet dem "greatest love specialist in the world" für die Mitarbeit an einem Drehbuch die stattliche Summe von 100.000 US-Dollar (inflationsbereinigt heute gut 1,5 Millionen Dollar):
    
: After all, as Goldwyn put it, "there is nothing really so entertaining as a really great love story" and who better equipped to write, or advise on, such a story than Freud? "Scenario writers, directors and actors," Goldwyn thought, "can learn much by a really deep study of everyday life. How much more forceful will be their creations if they know how to express genuine emotional motivations and suppressed desires?" (Gay 2006, 454)
 
: After all, as Goldwyn put it, "there is nothing really so entertaining as a really great love story" and who better equipped to write, or advise on, such a story than Freud? "Scenario writers, directors and actors," Goldwyn thought, "can learn much by a really deep study of everyday life. How much more forceful will be their creations if they know how to express genuine emotional motivations and suppressed desires?" (Gay 2006, 454)